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Interessante Hinweise eines ehemaligen Leitenden Oberstaatsanwaltes zur Frage, warum fast nur Männer einsitzen.

T.R.E.Lentze, Sonntag, 19. August 2018, 18:03 (vor 86 Tagen)

Die Tatsache, daß unsere Haftanstalten ganz überwiegend männlich belegt sind, hat mich - in meinem Selbstverständnis als Feminismuskritiker - immer wieder beschäftigt. Siehe dazu meine MPA-Artikel Plädoyer für die 50%-Frauenquote in Gefängnissen und Geschlechtlicher Essentialismus im Strafrecht.

  • Fragt man einen Feministen, warum die Führungsebenen vorwiegend männlich besetzt sind, so nennt er als Grund die fehlende Gleichberechtigung. Er argumentiert also identitäts- (gleichheits-)feministisch.
  • Fragt man ihn aber, warum die Haftanstalten vorwiegend männlich besetzt sind, so nennt er als Grund die Verschiedenheit von Mann und Frau. Er argumentiert dann also differenz-feministisch: Frauen seien eben die besseren Menschen.

Beide Argumentationsweisen lassen sich schwerlich auf eine Reihe kriegen. Das merken selbst die Feministen, wenn man modellhaft die Sache umkehrt. Man könnte ja auch sagen: Frauen schaffen es wegen mangelnder Eignung nicht oft nach oben, und Männer sitzen nur deswegen ein, damit Frauen es besser haben.

Nun hat Roman Reusch, bis zu seinem Einzug in den Bundestag Leitender Oberstaatsanwalt in Berlin, in einem JF-Kommentar zur Sache einige bemerkenswerte Hinweise gegeben (Hervorhebungen durch mich):

In diesen türkisch-kurdisch-libanesischen Großfamilien werden zudem nicht selten die Kinder konsequent zu Kriminellen erzogen.

Berichte von Mitarbeitern des Jugendstrafvollzuges zeigen, daß Jugendliche aus solchen Familien schildern, wie sie von Kindesbeinen an von ihren Müttern zum Stehlen angehalten wurden und beispielsweise erst nach Hause zurückkehren durften, wenn eine bestimmte Mindestbeutesumme erreicht war.

In diesen Familien gilt seit je her der Leitsatz: Knast ist für Männer. Bei ihnen wird somit als völlig normal vorausgesetzt, daß ihre Männer früher oder später Haftstrafen zu verbüßen haben.

Er spricht von Verhältnissen in Deutschland. Tatsächlich sind deutsche Haftanstalten größtenteils mit ausländischen Männern besetzt. Diesbezügliche Statistiken sind irreführend, weil diese Ausländer, aller Integrationsverweigerung zum Trotz, rechtlich als Deutsche gelten. Das hat wiederum einen bemerkenswerten Grund:

[...] wundert es nicht, daß die Clan-Chefs schon früh Maßnahmen ergriffen haben, um die Familienmitglieder vor Ausweisung zu schützen. Einbürgerung ist dafür der Königsweg. Die Strategie bestand darin, die Frauen der Familie, die die formellen Voraussetzungen erfüllten, ihre Einbürgerung beantragen zu lassen.

Auf diese Weise waren die hochkriminellen Ehemänner und Söhne dieser nunmehr „deutschen“ Ehefrauen und Mütter stark vor Ausweisung geschützt. Schließlich machte im Jahr 2000 die rot-grüne Bundesregierung den Clans aber das Geschenk eines neuen Staatsbürgerschaftsrechts. Danach konnten hier geborene Kinder von Ausländern die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen.

Unter der zahlreichen Nachkommenschaft der ersten aus dem Libanon hier angekommenen Clan-Mitglieder wimmelt es seither geradezu von deutschen Staatsbürgern.

Halten wir fest:

Der männliche Überhang in deutschen Haftanstalten beruht auf einer geschlechtlichen Aufgabenteilung, wonach angehende Männer durch Mütter (!) systematisch zu Kriminellen erzogen werden. Diese Männer erhalten den Löwenanteil der Beute, tragen aber auch den größten Anteil vom Risiko. Weiber erhalten weniger, riskieren aber auch weniger. Sie üben untergeordnete Funktionen aus. Es ist so wie im wirklichen Leben, vor Allem wie in der Wirtschaft allgemein.

An diesen offenkundigen Tatsachen scheitert die Rechtfertigung sowohl des Identitäts- als auch des Differenzfeminismus. Mann und Weib sind von Natur aus verschieden. Sind sie es aber nicht, so müßten die Gefängnisse zu 50 % weiblich besetzt sein.

trel

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