Avatar

Weiberstimmen werden immer tiefer; Männerstimmen bleiben wie sie sind.

T.R.E.Lentze, Sonntag, 07. Januar 2018, 16:55 (vor 12 Tagen)

Es ist, der Zielsetzung dieses Forums gemäß, keine Tagesaktualität, die ich hiermit bringe. Der Bericht, auf den ich während meiner Recherchen gerade gestoßen bin, datiert vom 24-02-17, ist also nicht mehr "frisch", und trägt den Titel: Entwicklung - Die Stimmen von Frauen sind viel tiefer geworden. Aber weil dieser Prozeß vermutlich nicht heute oder morgen haltmachen wird, ist er für mich einer tieferen Betrachtung wert.

Michael Fuchs, Professor für Phoniatrie und Pädaudiologie an der Universität Leipzig ist Leiter des Symposiums zur Stimme.

Herr Professor Fuchs, Sie haben gerade eine große Studie zur Stimme abgeschlossen. Was ist dabei herausgekommen?

Deutsche Frauen sprechen heute deutlich tiefer als vor 20 Jahren. Das hat eine Messung bei 2 472 Leipziger Bürgern ergeben. Männer sprechen normalerweise durchschnittlich auf einer Frequenz von 110 Hertz, bei Frauen sind es heute 168 Hertz, früher 220. Damit liegt die Frauenstimme jetzt nur noch eine Quinte über der Männerstimme – früher war es eine ganze Oktave.
[...]
Und die Männerstimme hat sich nicht verändert?

Nein, sie ist seit Jahren konstant geblieben.

Also: Seit etwa zwanzig Jahren sind die gemessenen Weiberstimmen erheblich tiefer geworden, die männlichen aber nicht.

Da stellt sich die Frage nach der Ursache. Im Bericht wird sie auch gestellt, aber ganz unreflektiert beantwortet, nämlich unter dem Vorurteil, daß die weibliche Emanzipation die Ursache und die Stimmvertiefung die Folge sei:

Wir haben die Frauen auch hormonell untersucht, um zu sehen, ob be ihnen mehr männliches Geschlechtshormon im Blut ist als früher, aber es gab keine Abweichungen von den Normwerten. Daran kann es also auch nicht liegen. Es scheint also in der Tat mit dem veränderten Rollenbild der Frau zu tun zu haben.

Die Emanzipation hat die Stimme aller Frauen tiefer gelegt?

Ja, der Zeitgeist hat sich in der Stimme niedergeschlagen.

Die Sicherheit, mit hier Ursache und Folge festgelegt werden, ist frappierend. Man könnte ebenso ja umgekehrt sagen: Die Vermännlichung des Weibes, sich manifestierend u.A. in der Stimme, hat die Emanzipation hervorgerufen. Es ist doch nicht ausschließen, daß auch ohne Veränderung der Hormon-Verhältnisse der weibliche Kehlkopf männlichere Formen annimmt. Und ich bin mir ziemlich (nicht absolut) sicher, daß tatsächlich die zunehmende Dominanz der Weiber in unserer Gesellschaft die Folge, nicht die Ursache der tieferen Weiberstimmen ist.

Diese Vermutung konfrontiert mich allerdings mit einem theoretischen Problem. Bisher dachte und schrieb ich immer: Die Gesellschaft, in der wir leben, verweiblicht. Jetzt kommt für mich ein anderes Modell infrage, und das lautet: Der Mensch insgesamt vermännlicht.

Dieses neue Modell entspricht allerdings dem kosmologisch-evolutiv begründeten Modell, das ich andernorts gegeben habe. Demnach hat die Evolution der menschlichen Art mit dem Weibe begonnen, und sie wird mit dem Manne enden. Danach wird die Evolution zwar weitergehen, aber es ist dann nicht mehr eine Evolution der menschlichen Art - die Arten, somit auch die generative Fortpflanzung wird es nicht mehr geben -, sondern eine Evolution der menschlichen Individualitäten.

Entgegen dem ersten Anschein schließen sich beide Modelle freilich nicht aus. Es ist ja eine Frage der Perspektive. Wenn Weiber immer männlicher und damit dominanter werden, sehen wir natürlich einer Weiberherrschaft, also einer Gynokratie entgegen. Aber sind das zuletzt überhaupt noch Weiber - und nicht vielmehr Männer? Man kann auch den folgenden Blickwinkel einnehmen: Das Männliche nimmt zu - auch in den Weibern. Ich schrieb schon ganz zu Anfang meiner sexismuskritischen Produktion: Feministen sind fehl-inkarnierte Männer. Männer in falschen Körpern, verunglückte Verkörperungen.

Wir sollten noch eine Weile bei der gestellten Frage bleiben: "Sind das überhaupt noch Weiber?" Zum Weib gehört ja als konstituierendes Merkmal die Reproduktivität, das ist die Gebärfähigkeit. Und mit dieser geht es bergab. Die Zahl der Ehepaare, die unwillentlich kinderlos bleiben oder nur noch mit Hilfe der Reproduktionstechnik Kinder kriegen können, nimmt, wie es heißt, rapide zu. Kinderlosigkeit korreliert bei Weibern wiederum mit Brustkrebs, der wohl auch im Zunehmen ist. Bei Männern mag es ebenfalls sexuelle Degenerations-Erscheinungen geben. Und auf seelischer Ebene, bei beiden Geschlechtern, wächst die Unfähigkeit, erotische Signale zu deuten und aufeinander zuzugehen, und zwar weltweit. In manchen Ländern ist das jetzt schon Unterrichtsfach an Schulen!

Man kann natürlich alle diese Erscheinungen von Degeneration - wir können auch sagen: sexueller Devolution - als Folgen von gesellschaftlichen Verhältnissen deuten. Das ist die heute üblich gewordene, nämlich die soziologische Vorgehensweise. Doch ihr gegenüber bin ich skeptisch eingestellt. Aus meiner Sicht ist die gesellschaftliche Evolution bzw. Devolution vielmehr Ausdruck einer umfassenderen, also kosmischen Evolution. Diese Sicht erklärt auch einzig die Synchronizität zum "natürlichen" Artensterben, also zum Aussterben von Tier-Arten ohne erkennbare Beteiligung des Menschen.

Die Erde in ihrer gewohnten Materialität stirbt als Ganzes auch ohne unser Zutun. Warum auch sollte sie unsterblich sein? Selbst Sterne sterben und werden (wieder)geboren.

Doch zurück zum Thema im engeren Sinne. Wenn ich die berichtete Erkenntnis in eigene Worte fassen darf, dann möchte ich es pointiert ausdrücken:

Das Weibliche stirbt ab - die Weiber leben vermännlicht auf.
Das Männliche gewinnt Raum - die Männer als alleinige Träger des Männlichen verblassen.

Der Mensch evoluiert also in Richtung einer Aufhebung des sexuellen Dimorphismus. Vergleiche hierzu einen meiner "Mann-Pass-Auf"-Beiträge, in welchem ich Rudolf Steiner wie folgt zitierte:

Die Seelen des weiblichen Geschlechts bewegen sich [via Re-Inkarnation] hindurch, bis sie die von den Männern sich selbst gemachten Körper mitbewohnen können und ein [einziges] Geschlecht auf der Erde sein wird.

Das ist zwar bis zur vollen Verwirklichung noch "Zukunftsmusik", aber die ersten Anzeichen dieser Evolution sind längst schon sichtbar geworden, ja sie scheinen sich zu überstürzen. Scheinbar sind die Weiber dabei, uns zu überrennen, doch in dem Maße, als sie es tun, sind sie eben keine wirklichen Weiber mehr.

Nachtrag 21:12

Hier steht noch etwas Interessantes (Hervorhebungen durch mich):

Dabei stellte sich heraus, dass Frauen im Alter zwischen vierzig und achtzig Jahren heute deutlich tiefer sprechen als noch vor wenigen Jahrzehnten. [... ]

"Junge Frauenstimmen kurz nach der Pubertät sind noch höher. Sie liegen bei den besagten 220 Hz." Michael Fuchs und seine Kollegen vermuten deshalb, dass das starke Absinken der weiblichen Sprechstimme sich im Alter zwischen zwanzig und vierzig Jahren ereignet. "Das ist genau dieser Lebensabschnitt, in dem man sich etabliert, in dem die Frau neue Funktionen in der Familie, vor allen Dingen aber auch im beruflichen Alltag übernehmen muss", so Fuchs. Das wirke sich anscheinend auch auf die Stimme aus.

Ich vermute etwas viel Naheliegenderes: Mit dem Klimakteriums, bisweilen schon nach der ersten Geburt, kriegen Weiber tiefere Stimmen. Das ist ganz normal. Damit stellt sich aber auch die Frage: Hat der Herr Fuchs die Altersunterschiede auch in den 20 Jahre zurückliegenden Vergleichstudien berücksicht, falls es sie gibt? Das geht aus den Berichten nicht hervor.

Wir müssen es also wohl offen lassen, ob die Studie überhaupt einen Aussagewert hat. Übrigens habe ich früher einmal gelesen, daß (nicht weibliche, sondern) männliche Stimmen tiefer geworden seien...Leider habe ich die betreffende Stelle auf die Schnelle nicht wieder auffinden können.

trel

[image]

Klingt aber tendenziell gut.

Alfonso, Sonntag, 07. Januar 2018, 21:32 (vor 11 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Diese Vermutung konfrontiert mich allerdings mit einem theoretischen Problem. Bisher dachte und schrieb ich immer: Die Gesellschaft, in der wir leben, verweiblicht. Jetzt kommt für mich ein anderes Modell infrage, und das lautet: Der Mensch insgesamt vermännlicht.

Das ist ja das Gegenteil von dem, wogegen Heerscharen von Feministinnen und Frauenbeauftragtinnen kämpfen. Hoffentlich lesen die sowas und geben endlich auf, damit die Menschen wieder in Ruhe leben können.

In anderen Ländern müssen Männer schon geraubt und zur Hochzeit gezwungen werden. So derart ist das Verhältnis mittlerweile schon vergiftet: http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=80765

Avatar

Die Studie - anscheinend nichts als heiße Luft.

T.R.E.Lentze, Montag, 08. Januar 2018, 13:54 (vor 11 Tagen) @ Alfonso

Hoffentlich lesen die sowas und geben endlich auf, damit die Menschen wieder in Ruhe leben können.

Da mache ich mir keine Illusionen. Der Staat hat über seine Medienmacht (wozu auch die "staatsfernen" Landesmedienanstalten gehören) die nötigen Mittel zur Volksverhetzung, höflicher ausgedrückt: zur Desinformation. Bestes Beispiel ist die Behauptung von der niedrigeren weiblichen Erwerbsquote ("gender gap"). Jedermann kann sich leicht denken, daß das Unsinn sein muß, weil unter dieser Voraussetzung nur noch weibliche Arbeitskräfte eingestellt würden. Tatsache ist vielmehr, daß Weiber in bestimmten Bereichen besser bezahlt werden - allerdings dann nicht wegen ihrer Arbeit. Es sei denn, man faßt den Begriff "Arbeit" ein bißchen weiter. ;-)

Aber ich muß noch einmal zurückkommen auf die Behauptung von der tiefer werdenden weiblichen Stimme. Ein weiterer Bericht, den ich meiner ersten Notiz angefügt habe, relativiert ja diese Behauptung und läßt überdies eine Unklarheit zurück. Es wird darin erwähnt, daß die Veränderung nur bei Weibern ab 40 Jahren festgestellt wurde, das heißt für die Zeit ab und nach dem Klimakterium. Daß in diesem Alter die Weiber tiefere Stimmen kriegen, ist aber bekannt. Es liegt am Rückgang des Östrogens und der relativen Zunahme des Testosterons. Und das hat zu allen Zeiten stattgefunden. Offen bleibt, ob die zitierte Studie entsprechende Vergleichsdaten von früher herangezogen hat. Das wird weder bejaht noch verneint. Vielleicht liegen derartige Daten auch gar nicht vor. Solange das nicht geklärt ist, haben die Berichte keinen Wert.

-----------

In anderen Ländern müssen Männer schon geraubt und zur Hochzeit gezwungen werden. So derart ist das Verhältnis mittlerweile schon vergiftet: http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=80765

Ich vermute, daß das immer schon vorgekommen ist und nur nicht darüber berichtet wurde. Obiges Beispiel zeigt ja, daß wir uns zu viel mehr Skepsis erziehen müssen. Vor Allem, was häusliche Gewalt betrifft. Ich behaupte, daß im Hause eher die Weiber gewalttätig sind. Denn welcher Mann wird das zur Anzeige bringen? Ich habe auf mit meiner ersten Netzsseite, Schlägerinnen-Stopp!, dokumentiert, was einem Mann dann passieren kann. Klar, daß die meisten Betroffenen lieber schweigen, wodurch aber ein ganz falscher Eindruck entsteht.

Gruß
trel

[image]

Das richtige Wort "heiße Luft".

Alfonso, Montag, 08. Januar 2018, 15:50 (vor 11 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Und das hat zu allen Zeiten stattgefunden. Offen bleibt, ob die zitierte Studie entsprechende Vergleichsdaten von früher herangezogen hat. Das wird weder bejaht noch verneint. Vielleicht liegen derartige Daten auch gar nicht vor. Solange das nicht geklärt ist, haben die Berichte keinen Wert.

Das erinnert stark an den Klimaschwindel. Ich meine ... und da stehe ich auf dem Standpunkt der AfD, es ist ein Klimawandel sicher erkennbar, aber dass der "menschgemacht" ist, wurde bisher nicht bewiesen. Die Groko-Unterhändler geben nicht umsonst gerade das "Klimaziel bis 2020" auf ... vielleicht haben die hier mal richtig und vorbehaltslos reingehört? https://www.youtube.com/watch?v=hPVT7iihMTs

Weiberstimmen werden immer tiefer; Männerstimmen bleiben wie sie sind.

Der/Anarchist, Dienstag, 09. Januar 2018, 14:03 (vor 10 Tagen) @ T.R.E.Lentze
bearbeitet von Der/Anarchist, Dienstag, 09. Januar 2018, 14:20

Dein Zweifel in Deinem Nachtrag ist für mich wesentlich, denn die erste Frage, die ich mir stellte, war die: ist die "Studie" ernst zu nehmen? Und ich denke nicht. Denn um herauszufinden, ob die Tonlage sich verändert hat, brauche ich Werte, um einen Vergleich herzustellen, d.h. wenn ich behaupte, Frauen würden heute eine tiefere Stimme haben, muß ich wissen, wie tief bzw wie hoch die Frauenstimme vor 50 Jahren war. Aber auch vor 100, 200, 300, 1000 Jahren. Denn vielleicht gab es bereits eine Zeit, in der die Frauen noch tiefer sprachen als heute. Denn wäre das so, dann müsste untersucht werden, warum die Frauen vor 1000 Jahren eine noch tiefere Tonlage hatten. Aber wie will man an solche Werte kommen? Garnicht, weil man in der Vergangenheit keine technischen Mittel besaß, um solche Werte zu messen. Theoretisch wäre es nur möglich, alle 50 Jahre erneut zu messen, erst dann könnte man in 200 oder mehr Jahren Vergleiche zulassen.

Für mich sind solche "Studien" ohne wissenschaftlichen Wert, dienen nur dem einen Zweck: den Feminismus als Fortschritt zu deklarieren.


Aber es scheint, als würde nun so etwas wie ein letztes großes Aufräumen des Feminismus stattfinden. In vielen Blogs, die sich mit dem Feminismus kritisch auseinandersetzen, liest man, wie vor allem die Presse die absurdesten Behauptungen "raushauen", nur um den Feminismus mit aller Gewalt gesellschaftsfähig werden zu lassen. Immer wieder werden Feminismus-Gegner als Nazis bezeichnet, daß jede Kritik am Feminismus unzulässig sei, da der Feminismus nicht nur dem Wohl der Frauen diene, sondern auch den Männern. Die Propaganda wird immer aggressiver.

Weiberstimmen werden immer tiefer; Männerstimmen bleiben wie sie sind.

Alfonso, Dienstag, 09. Januar 2018, 23:49 (vor 9 Tagen) @ Der/Anarchist

Ja, der Feminismus kommt von den Linken. Die haben in Deutschland bei Wahlen vermeintlich "stabile Zahlen", aber der Schein trügt, da gibt es erhebliche Wählerwanderungen. Das kO für Linke & Feminismus kommt durch die sogenannten "Flüchtlinge". Vor dem Hintergrund verliert a) der Feminismus seinen Opferstatus und b) die Linken ihren gesamtes gesellschaftliches Ansehen. Linke, angefangen von Merkel bis Kipping, sind für diese katastrophale Situation im Lande zuständig. Was die hier seit 2015 treiben, vor allem was an Mord, Vergewaltigung u. Raub hier passiert ist, bricht denen gerade das Genick. Der entscheidende politische Anschub wird aus dem Osten kommen. Da verwette ich mein linkes Ei.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum