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Landesverfassungsgericht: Gleichstellungsbeauftragte können nur weiblich sein. Wo liegt der Fehler?

admin ⌂ @, Dienstag, 10. Oktober 2017, 16:22 (vor 8 Tagen)

Die Entscheidung von heute:

Kurzfassung

Volltext

Ich habe den Volltext nur überflogen, denn der Fehler ist schnell zu erkennen. Er liegt in dem Vor-Urteil, daß die weibliche "Benachteiligung" - sie wird festgemacht an der Besetzung von Führungspositionen - ausschließlich "struktureller" Art sei, d.h. auf Umständen beruhe, die man auf politischem Wege verändern könne.

Nicht in Erwägung gezogen wird, daß die Benachteiligung auch natürlicher Art sein könnte; daß also Weiber schon aufgrund ihrer seelischen Veranlagung tendenziell weniger gerne Führungspositionen anstreben und/oder sie auch weniger gut ausüben können. Aus meiner Sicht liegt das Problem vor Allem in der Leugnung dieser natürlichen Differenz. Dann kann man noch so viel für die Gleichstellung tun - allenfalls wird man sie "unten" herstellen können, das heißt da, wo fast jeder eine Arbeit ausführen kann, etwa als Hilfsarbeiter. Versucht man es "oben", so wie die Gleichstellungs-Ideologen das anstreben, so wird das obere Niveau einfach nur abgesenkt werden.

Es wird meines Erachtens nichts nützen, das Vorurteil der bloß strukturellen Benachteiligung als solches herauszustellen. Zumal leider auch linke Männerrechtler in derartigen Vorurteilen befangen sind. Ich weiß aus Erfahrung, daß diese sich nicht überzeugen lassen. Linke gehen immer von einer menschengemachten Ungerechtigkeit aus, hegen also die Hoffnung, daß im Prinzip die Justiz - oder der Staat - das Problem lösen könnte und es auch lösen wird, wenn es gelingt, die dort Beschäftigten zur Einsicht zu bringen, daß eine menschengemachte Ungerechtigkeit vorliegt.

Bemerkenswert finde ich übrigens, daß die Entscheidung mehrheitlich von Männern gefällt wurde, nämlich

durch
den Präsidenten Thiele,
den Vizepräsidenten Nickels,
den Richter Brinkmann,
den Richter Wähner,
den Richter Prof. Dr. Classen,
den Richter Tränkmann und
die Richterin Dr. Lehmann-Wandschneider

Wir können uns fragen: Warum machen die sowas? Kennen sie keine männliche Solidarität? Nun, die Justiz steht der Lebenswirklichkeit ziemlich fremd gegenüber. Sie denkt sehr formal. Und zudem werden die Männer, die jetzt entschieden haben, ihre Positionen dadurch nicht verlieren. Sie haben ihre Positionen auf Lebenszeit. Sie haben nichts zu befürchten.

Wer etwas ändern will, muß es "mit den Füßen" tun. Also z.B. die Partei wählen, welche eine alternative Politik betreibt.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

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