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Macht Schluß mit der Weiberplage! Die Notwendigkeit beginnt aufzudämmern.

admin ⌂ @, Samstag, 09. September 2017, 10:43 (vor 71 Tagen)

Die grundschulische Östrogen-Schwemme schwillt immer weiter an:

Der Frauenanteil in den Kollegien steigt seit den Achtzigerjahren und liegt heute bei 90 Prozent.

Jetzt gibt es ein Projekt der Universität Bremen, die das relativieren will, schreibt der Spiegel. Jedoch:

Manche Schulen mussten dafür erst noch eine Herrentoilette einrichten.

Daher:

Viele Kinder würden in der Kita und der Grundschule nicht auf einen einzigen Mann treffen.

Anders gesagt, es herrschen unmenschliche Zustände. Der Weiberplage ist institutionalisiert. Und man bedenke, wie prägend das soziale Umfeld für Kinder ist!

Jetzt kann uns die entscheidende Frage in den Sinn kommen, und der "Spiegel" stellt sie auch, läßt sie aber unzureichend beantworten:

Doch wieso wollen so wenige Männer Grundschullehrer werden? Die im Vergleich zu weiterführenden Schulen schlechtere Bezahlung und die geringeren Aufstiegschancen hält der Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann für vorgeschoben. Seiner Meinung nach ist ein anderer Punkt ausschlaggebend: "Wenn ich mich als Mann entscheide, in den Beruf zu gehen, bin ich ein seltenes Exemplar."

Ja soweit richtig, der Mann ist an heutigen Grundschulen ein Exot. Aber das war doch nicht immer so. Wollten auch schon früher die Männer nicht gerne Lehrer werden? Oder wurden ihnen durch den verstaatlichten Sexismus, die Gynokratie, Steine in den Weg gelegt?

Wie dem sei, es dämmert manchen Menschen, daß die Weiberplage, an Schulen jedenfalls, beendet werden muß. Jetzt also darf das Selbstverständliche ausgesprochen werden:

"Ich habe das Gefühl, dass Jungen schneller den Kontakt zu mir suchen. Deshalb habe ich gleich einen Draht zu denen." Auch deshalb sind männliche Lehrkräfte nach Ansicht von Fantini so wichtig. Sie sind nicht nur Rollenvorbilder für die Jungen, sondern auch Vertrauenspersonen - mit denen sie über Sexualität sprechen können oder durch die sie sich auf Klassenfahrten aufgehoben fühlen.

Doch wir sollten unsere Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Am Schluß des "Spiegel"-Artikels heißt es, die Lage an vielen Schulen sei katastrophal, und Politiker und Behörden in Erklärungsnot. Dann folgt ein Verweis auf einen anderen Artikel, der lautet: "Wer ist schuld an der Misere? Und wie lässt sie sich beheben?" Da geht es aber gar nicht um den Mangel an männlichen Lehrern. Es geht um den Mangel an Lehrkräften überhaupt!

Woraus geschlossen werden darf, daß es auch im o.g. Projekt nicht in erster Linie um die geschlechtliche Gleichverteilung im Interesse von Heranwachsenden geht, sondern um eine temporäre Notmaßnahme. Daß Männer nicht ausgerechnet wegen ihrer Männlichkeit geschätzt werden - könnte eine Gynokratie überhaupt damit leben? -, geht auch aus Folgendem hervor:

Dass mehr Männer an den Grundschulen unterrichten sollten, findet auch Ilka Hoffmann von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. [...] "Es gibt nicht nur das Rollenvorbild Mann. Das Lehrerzimmer muss insgesamt bunter werden." Dazu gehörten auch Lehrer mit ausländischen Wurzeln oder Behinderungen.

Diese Gynokratin will also Männer in einer Reihe mit Behinderten gestellt sehen. Benutzt sie denn keine Parkhäuser, wo man sich informieren kann?

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Ich bin mir sicher, daß die Landesmedieanstalt von NRW auch diesen Forum-Beitrag auf ihren Index setzen würde - wenn sie es denn könnte. Sie kann es nicht mehr, weil der Server jetzt im Ausland ist. Allein das obige Parkplatz-Bild war schon Anlaß für diese Anstalt, Maßnahmen gegen mich einzuleiten, angeblich zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Diese Landesmedienanstalt ist eine echt gynokratische Institution. Sie bekämpft die Menschenwürde und sollte daher verschwinden.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

Es dämmert?

Der/Anarchist, Dienstag, 12. September 2017, 14:29 (vor 68 Tagen) @ admin
bearbeitet von Der/Anarchist, Dienstag, 12. September 2017, 15:26

Bei Sciencefiles kommt man zu einem anderen Schluß. Daß im Grunde unwichtig sei, ob Mann oder Frau vor den Kindern steht, denn schließlich geht es um die Vermittlung von Wissen. Siehe hier:

https://sciencefiles.org/2017/09/09/rollenmodell-mann-rent-a-teacherman-und-anderer-unsinn/#comments


Natürlich sollte man jedoch nicht vergessen, daß dieser Klein-Martin stets mit seiner Gouvernante auftritt, diese Diefen...dingsbums, er in manchen seiner Ansichten plötzlich pro Feminismus schreibt, um seine Gouvernante nicht zu verärgern. Denn daß sein Artikel Unsinn ist, sollte klar sein, da man niemals seine Persönlichkeit, die eben auch vom Geschlecht abhängig ist, unterdrücken kann. Allein die körperliche Erscheinung reicht dafür aus. Als ich damals in der Schule war, da gab es einen weiblichen Mathelehrer. Die Alte lief eben weiblich umher, betonte ihre weiblichen Attribute. Allein dieser Anblick wirkt auf einen Jungen in der Pubertät anders als auf ein Mädchen, das neben einem sitzt und auf denselben weiblichen Lehrer starrt. Und da spielt es dann keine Rolle, ob das Wissen nüchtern vermittelt wird.

Klein-Martin scheint die Hormone, die Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen, komplett auszublenden. Denn nicht nur wir Jungen wurden durch das "Geschlecht" beeinflusst, auch die Mädchen, die sich in so manchen jungen Lehrer "verliebt" hatten. Und das beginnt schon in der Grundschule. Nein, über solche Kommentare kann ich nur noch den Kopf schütteln. Aber wie wir sehen, der Feminismus hat ganze Arbeit geleistet.


Die einzige Möglichkeit, Wissen zu vermitteln, unabhängig vom Geschlecht, ist durch Maschinen. Denn Männer wie Frauen werden sich immer einbringen. Und sei es durch ihre körperliche Erscheinung, die notwendig die jungen Menschen beeinflussen werden.

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"Inkompetenz, Unverständnis, Phantasie und Manie" - fällt alles auf ScienceFiles zurück

admin ⌂ @, Dienstag, 12. September 2017, 21:17 (vor 68 Tagen) @ Der/Anarchist

https://sciencefiles.org/2017/09/09/rollenmodell-mann-rent-a-teacherman-und-anderer-unsinn/#comments

Der Autor obigen Artikels setzt völlig unreflektiert voraus, daß in der Grundschule nichts geschehe oder geschehen solle als Wissensvermittlung. Ich zitiere:

Welche Erwartungen werden an einen Grundschullehrer gestellt?
Dass er Kindern Rechnen, Schreiben und Lesen beibringt.

Und - inbezug auf die Kinder - nichts weiter als das. Wirklich nichts weiter. In dieser Sache hat sich der Autor absolut festgelegt. Wer anders denkt, den bezeichnet er als "manisch" (also psychisch krank), und das, was er denkt, als groben Unfug. Diese Arroganz und Agressivität ist übrigens eine Stil-Eigentümlichkeit des Autors. Sie macht mir die Lektüre bisweilen zur Qual.

Für mich ist umgekehrt absolut klar, daß die Grundschule eben nicht nur der Wissensvermittlung dient. Primär ist die Schule, und gerade die Grundschule, eine Bildungsanstalt. Selbst die Universität ist, zumindest der Idee nach, eine Bildungsanstalt; die Fachhochschule ist es relativ noch am wenigsten.

Kein Zweifel, die Welt des Autors ist kopflastig, er selbst wissenschaftsgläubig. Wie ja der Titel seines Blog bereits aussagt. Die Wissenschaft ist für solche Menschen das, was früher für uns die Kirche war: eine Instanz, durch die man sich Unangreifbarkeit versprach, indem man sich auf sie berief.

Sehr erstaunt hat mich auch die Aussage,

dass manche Zeitgenossen, die so fixiert auf Geschlecht sind, der Ansicht sind, dass es eine biologische Determinierung von Fähigkeiten gibt. Andere nennen das Sexismus.

Der Autor meint also allen Ernstes, es gebe keine biologische Determinierung von Fähigkeiten. Dabei beansprucht er doch Wissenschaftlichkeit. Und er steigert sich - das wirkt nun wirklich manisch! - in folgende Behauptung:

Nicht mehr die erfolgreiche Vermittlung von Lerninhalten durch Lehrer an Schüler steht im Zentrum, sondern, ja was eigentlich? Über Sexualität sprechen? Sich aufgehoben fühlen? Die Präsentation von Geschlecht als Variable, die im Leben von Relevanz ist, obwohl kaum etwas über weniger Relevanz im täglichen Leben verfügt als Geschlecht?

"obwohl kaum etwas über weniger Relevanz im täglichen Leben verfügt als Geschlecht"- das läßt mich beinahe schon an den Verstand des Autors zweifeln. Wir überleben doch nur dadurch als Menschheit, daß das Geschlecht von Relevanz ist, und selbst wenn es nicht ums Fortzeugen geht, so tritt die Relevanz des Geschlechtlichen, der Sexualität, von allen Seiten her in unser alltägliches Bewußtsein.

Wahrlich, dieser Autor ist "abgehoben". Mindestens so sehr wie unsere regierenden Politiker. Ich will damit den Wert seiner kritischen Beiträge nicht grundsätzlich schmälern. Viele von ihnen sind ja echt erhellend. Aber eben nicht alle. Michael Klein ist Soziologe. Das ist eine besondere Spezies von Wissenschaftlern, einstmals hofiert in der 68er-Bewegung.

Klein-Martin scheint die Hormone, die Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen, komplett auszublenden. Denn nicht nur wir Jungen wurden durch das "Geschlecht" beeinflusst, auch die Mädchen, die sich in so manchen jungen Lehrer "verliebt" hatten. Und das beginnt schon in der Grundschule. Nein, über solche Kommentare kann ich nur noch den Kopf schütteln. Aber wie wir sehen, der Feminismus hat ganze Arbeit geleistet.


Zustimmung total. Und es ist doch frappierend, wie völlig verschieden man die Wirkung des Feminismus einschätzen kann, denn der Autor schreibt zu seiner Selbstbestätigung:

Man sieht, wohin Jahrzehnte des Feminismus geführt haben.

Ja wohin denn? Zur Einsicht, daß Männer in der Erziehung notwendig sind? Das kann kein Feminismus sein. Oder zur Einsicht, daß Bildung mehr ist als Wissensvermittlung? Dazu brauchte es keinen Feminismus. Das wußte man auch früher schon.

Man sollte den Begriff des Feminismus nicht inflationieren. Er verlöre damit zu sehr seine Konturen.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

Wissenschaft?

Der/Anarchist, Mittwoch, 13. September 2017, 00:46 (vor 67 Tagen) @ admin

"Kein Zweifel, die Welt des Autors ist kopflastig, er selbst wissenschaftsgläubig. Wie ja der Titel seines Blog bereits aussagt. Die Wissenschaft ist für solche Menschen das, was früher für uns die Kirche war: eine Instanz, durch die man sich Unangreifbarkeit versprach, indem man sich auf sie berief."


Und genau das sehe ich anders! Würde er wissenschaftlich an das Thema herangehen, müsste er alle Faktoren mit einbeziehen. Und daran scheitert er. Echte Wissenschaftler wissen, daß sie nicht in der Lage sind, alles zu erklären. Sie fragen nicht nach dem "Warum", sondern nach dem "Wie". Und echte Wissenschaftler lassen sich nicht beeinflussen durch äußere Einflüsse (in diesem Fall mit Sicherheit Diefenbach). Wissenschaft als Religion zu bezeichnen ist daher falsch. Wer die Wissenschaft anbetet, hat sie nicht wirklich verstanden. Nein, er hat einfach nicht den Mut, die Wahrheit zu schreiben, weshalb es zu einem solch schlechten, da fehlerhaften Kommentar kommt.


Dazu kommt, daß die Sozialwissenschaften mit Wissenschaft nicht allzuviel zu tun haben, was besonders gerne von Hadmut Danisch in seinen Kommentaren hervorragend bewiesen wird. Das Problem dieser Leute ist, daß sie die Komplexität des Menschen vereinfachen wollen, indem sie wichtige Eigenschaften des Menschen ausblenden, also die Realität (dieselbe Methode, die auch die Gender-Ideologen nutzen). Der Mensch beinhaltet nicht nur Verstand, sondern auch Gier, Wut, Motivation, Haß, Ehrgeiz, Willen, Glaube, Hoffnung...usw. dazu kommen noch seine Hormone, Gene, seine Sozialisation, seine individuelle Biographie und vor allem sein Geschlecht...und Martin Klein sollte sich einmal fragen, warum seltsamerweise hauptsächlich der Mann verantwortlich war und ist für wissenschaftlichen Fortschritt, für Erfindungen, Entdeckungen...wenn doch angeblich das Geschlecht irrelevant sei.


Leute wie Michael Klein sind in Wirklichkeit nicht konsequent in der Kritik des Feminismus. Ein Problem, das er mit zu vielen angeblich aufgeklärten Männern teilt.

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Wissenschaft?

admin ⌂ @, Mittwoch, 13. September 2017, 09:53 (vor 67 Tagen) @ Der/Anarchist

Echte Wissenschaftler wissen, daß sie nicht in der Lage sind, alles zu erklären. [...] Wissenschaft als Religion zu bezeichnen ist daher falsch. Wer die Wissenschaft anbetet, hat sie nicht wirklich verstanden.

Im Grunde stimmen wir überein. Beachte aber, daß ich Wissenschaft nicht als Religion bezeichne. Ich stelle lediglich fest, daß Wissenschaft für manche Leute die Funktion einer Religion übernimmt, wobei dann oft auch die Entgleisungen religiösen Lebens - Autoritätsgläubigkeit z.B. - übernommen werden.

Die Wissenschaft als gelebte Wirklichkeit, d.h. als soziales Phänomen, hat ihre Entartungen, ganz ähnlich wie die Kirche. Die Kirche ist ja ihrer Idee und ihrem Ursprung nach nichts Anderes als die Gemeinschaft der wahrhaft Gläubigen, zu denen übrigens auch die verstorbenen (genauer: zur Zeit nicht verkörperten) Gläubigen gehören. Ihr Ursprung liegt im Pfingstereignis, also in der "Ausgießung" des Heiligen / Heilenden Geistes, dem Zukunftsaspekt des väterlichen Urgrundes der Welt. Sie bedarf keiner äußeren Organisation. Hat sie aber eine solche, was zur Zeit der ersten Christenverfolgungen sinnvoll war, dann übernimmt sie auch alle Schwächen, zu denen Menschen fähig sind.

Mit der Wissenschaft ist es m.E. ähnlich. Sie ist zunächst einmal eine Idee. Da sie aber von Menschen betrieben wird, fließen in ihr auch menschliche Schwächen ein. Dann dürfen wir von einer "real existierenden" Wissenschaft sprechen. (Bekanntlich hat man auch zwischen einem wahren und einem real existierenden Sozialismus unterschieden, wobei ich mich frage, ob das in dem Falle die Sache trifft.)

Nein, er hat einfach nicht den Mut, die Wahrheit zu schreiben, weshalb es zu einem solch schlechten, da fehlerhaften Kommentar kommt.

Ich halte ihn für mutig. Mir scheint vielmehr, daß er die Wahrheit, auf die es hier ankommt, einfach nicht sieht, aufgrund einer persönlichen Wahrnehmungs-Beschränkung.

Dazu kommt, daß die Sozialwissenschaften mit Wissenschaft nicht allzuviel zu tun haben, was besonders gerne von Hadmut Danisch in seinen Kommentaren hervorragend bewiesen wird. Das Problem dieser Leute ist, daß sie die Komplexität des Menschen vereinfachen wollen, indem sie wichtige Eigenschaften des Menschen ausblenden, also die Realität (dieselbe Methode, die auch die Gender-Ideologen nutzen). Der Mensch beinhaltet nicht nur Verstand, sondern auch Gier, Wut, Motivation, Haß, Ehrgeiz, Willen, Glaube, Hoffnung...usw. dazu kommen noch seine Hormone, Gene, seine Sozialisation, seine individuelle Biographie und vor allem sein Geschlecht...und Martin [Michael] Klein sollte sich einmal fragen, warum seltsamerweise hauptsächlich der Mann verantwortlich war und ist für wissenschaftlichen Fortschritt, für Erfindungen, Entdeckungen...wenn doch angeblich das Geschlecht irrelevant sei.

Volle Zustimmung. Wobei es paradox wirkt, daß ausgerechnet Sozialwissenschaftler die soziale Realität verleugnen. Wären es Physiker, Mathematiker oder Informatiker, so wäre das naheliegender.

Leute wie Michael Klein sind in Wirklichkeit nicht konsequent in der Kritik des Feminismus. Ein Problem, das er mit zu vielen angeblich aufgeklärten Männern teilt.

Ja, das Problem mit den "zu vielen aufgeklärten Männern" kenne ich. Ich bin ja auch angefeindet worden ausgerechnet von Männern, mit denen mich - dem Anschein nach - dasselbe Ziel verbindet. Wie gesagt: die Idee einerseits und anderseits ihre Verkörperung in realen Menschen, das gilt es auseinander zu halten. Eine an sich gute Idee kann durch menschliche Schwächen - darunter Dominanzansprüchen - entstellt, ja sogar in ihr Gegenteil verkehrt werden.


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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

Wissenschaft? Anmerkung

Der/Anarchist, Mittwoch, 13. September 2017, 11:51 (vor 67 Tagen) @ admin

"Im Grunde stimmen wir überein. Beachte aber, daß ich Wissenschaft nicht als Religion bezeichne"


Das habe ich auch genauso verstanden, nur habe ich mich dann in meiner Antwort falsch ausgedrückt. Das passiert manchmal, wenn man schnell schreibt und dann noch mitten in der Nacht. Dann wird der Ausdruck etwas schlampig ;)

"Ich halte ihn für mutig"

Er wohnt und schreibt von der Insel, GB. Und ich denke, er hat nicht wirklich den Mut, gegen die Ansichten der Diefenbach zu schreiben. Sie nämlich hatte irgendwo einmal "doziert", war also Lehrer. Würde er das Geschlecht mit einbeziehen, wendet er sich folglich auch gegen Diefenbach.

"Volle Zustimmung. Wobei es paradox wirkt, daß ausgerechnet Sozialwissenschaftler die soziale Realität verleugnen. Wären es Physiker, Mathematiker oder Informatiker, so wäre das naheliegender." 


Wieso naheliegender? Die Gebiete jener Wissenschaftler sind andere. Sie würden und müssten nichts leugnen. Im Gegenteil besitzen sie Methoden, die zu Erkenntnis führen, wissen, daß Theorien durch neue Erkenntnisse umgestoßen werden können. Theoretisch könnten die Sozialwissenschaftler ähnlich verfahren, nur eben auf ihrem Gebiet. Weshalb aber immer mehr verbaler Müll als Erkenntnis verkauft wird, liegt doch an den "Forschern" selbst. Sie sind nicht mehr Wahrheitsorientiert, sondern Ergebnisorientiert. Das hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun. Aber warum ist das so? Weil es eben Menschen sind, die politische, ideologische, individuelle Interessen verfolgen. Wissenschaft hat nur dann einen Sinn, wenn man an den Erkenntnissen interessiert ist, nicht an gesellschaftlichen Einfluß. Denn Wissenschaft ist keine Idee, sondern ein Mittel, die Gesetze der Natur zu entdecken. Denn die Gravitation, das heliozentrische Weltbild etc gab es vor dem Menschen und wird auch nach ihm geben. Aber durch die Wissenschaft sind diese Dinge für den Menschen erst sichtbar geworden. Und zu diesen Gesetzen gehört auch der Mensch selbst. Wer z.B. die Zweigeschlechtlichkeit leugnet, entfernt sich von wissenschaftlicher Erkenntnis.


"Ja, das Problem mit den "zu vielen aufgeklärten Männern" kenne ich. Ich bin ja auch angefeindet worden ausgerechnet von Männern, mit denen mich - dem Anschein nach - dasselbe Ziel verbindet..."


Das ist leider wirklich ein Problem. Denn durch derartiges Verhalten gewinnt der Feminismus an Macht.

Nietzsche

Der/Anarchist, Donnerstag, 14. September 2017, 11:56 (vor 66 Tagen) @ Der/Anarchist
bearbeitet von Der/Anarchist, Donnerstag, 14. September 2017, 12:07

In Bezug auf den letzten Satz von Dir, über den ich im Nachhinein noch nachdenken musste, erinnerte ich mich an eine Aussage von Nietzsche. Er schrieb in etwa, daß die meisten Philosophen vor ihm ein wesentliches Problem nicht erfasst hätten: der Unterschied zwischen Mann und Frau. Für Nietzsche war es selbstverständlich, auf diesen wichtigen Punkt einzugehen, dies in seiner Philosophie zu verankern, was er auch tat. Und interessant ist, daß er durch seine Kritik gegen die "Frauenemanzipation" meist von Männern angegriffen wurde. Zum Beispiel von Bertrand Russell, der in seinem Buch -Philosophie des Abendlandes- seine argumentationslose Abscheu gegen Nietzsche offen zeigte. Im Grunde hatte er keine Gegenargumente, nein, es war vielmehr ein Gefühlsausbruch. Auch gibt es einen typischen Hollywood-Blockbuster, The Day after Tomorow, ein Katastrophenfilm, in dem Roland Emmerich Nietzsche als einen primitiven Chauvinisten bezeichnen läßt durch das Maul eines bebrillten Mädchens, das wahrscheinlich vor der Katastrophe an einer Uni studierte. Aber vor allem die Szene zeigt den Haß gegen Nietzsche. Denn der Film handelt von einer rapid aufkommenden Eiszeit. Einige haben sich in einem Haus verschanzt. Nun ging es darum, Bücher zu verbrennen. Und ein junger Neger meinte, Nietzsches Bücher dürfe man nicht verbrennen. Daraufhin entriss das Weib die Bücher aus den Händen des Schwarzen und sagte mit voller Verachtung im Gesicht, das sei nur ein Chauvinist (so in etwa). Da Roland Emmerich das Drehbuch selber schrieb, zeigte sich, daß er nicht anders als die Nazis so manches Buch gerne verbrennen würde. Emmerich war Deutscher.

Und seltsamerweise gibt es so gut wie kein Seminar über Nietzsche. Ich fand nur eines in Köln. Weder in Jena, Bonn, Passau gab es Angebote. Das zeigt nur, wie unfrei die westliche Welt in Wirklichkeit ist.

Filme dienen der Propaganda.

Der/Anarchist, Sonntag, 17. September 2017, 11:03 (vor 63 Tagen) @ Der/Anarchist

Gerade einen sehr wichtigen Kommentar bei Hadmut Danisch gelesen. Unter anderem zeigt sich, dass Kinofilme, Serien etc nicht mehr der Unterhaltung dienen, sondern durch sie westliche Propaganda betrieben wird. Was solch einen Dialog, den ich oben erwähnte, erklärt.


"Die Filmstudios agieren dabei nicht unabhängig von den übrigen Akteuren der CFR-Matrix: Gemäß kürzlich veröffentlichten Dokumenten haben Pentagon und CIA die Drehbücher von mindestens 800 Kinofilmen und über 1000 TV-Produktionen bis in einzelne Dialoge und Figuren hinein bearbeitet, um dem Publikum die gewünschten Botschaften und Stereotype zu vermitteln. Besonders lohnenswert ist dieser Aufwand, wenn die jeweilige Filmproduktion Ende des Jahres einen Oscar erhält – so wie zuletzt der »Dokumentarfilm« über die ominösen Weißhelme in Syrien."


Man lese selbst:


http://www.danisch.de/blog/2017/09/17/wir-werden-fremdregiert-das-council-on-foreign-relations/

und hier


https://swprs.org/die-propaganda-matrix/


Wenn man sich seit einigen Jahren mit den Medien und dem Internet beschäftigt, die Zustände in den Universitäten kennt, vor allem dann, wenn man "Geschichtswissenschaft" studiert hat, allgemein die Zustände dieses Landes kennt, weiß man in der Regel, daß diese sogenannte westliche Welt nicht nach willkürlichen Gesetzen verläuft, erst recht nicht nach "demokratischen", sondern daß bewußt gesteuert wird. Diese Flut von Lügen, Desinformationen, feministischer-gender Ideologie usw sind gewollt. Und jeder Kritiker wird von dem "Pack", was diese Flut steuert, bekämpft...trotzdem lesen. Lohnenswert.

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Filme dienen der Propaganda.

admin ⌂ @, Montag, 25. September 2017, 11:05 (vor 55 Tagen) @ Der/Anarchist

Laß dich bitte nicht irritieren dadurch, daß ich nicht auf jeden deiner Beiträg antworte. Interessant sind sie für mich schon. Aber mehr als die Inhalte zu bestätigen bleibt mir nicht. Es sind Feststellungen, die einen deprimieren können, je öfter man sie zur Kenntnis nimmt. Dann ist es aber zur Ermutigung auch wichtig, nach zukunftsfähigen Alternativen Ausschau zu halten. Die "Alternative für Deutschland" ist eine solche auf politischer Ebene. Mein Sinnen und Trachten geht aber auch auf die tieferen Dinge. Damit kommt dann der Begriff der Evolution ins Spiel, wobei über diesen Begriff ganz unterschiedliche Auffassungen herrschen. Die unverbesserlichen Darwinisten (der Darwinismus kann nicht verbessert werden) denken aus meiner Sicht völlig rückständig. Sie träumen immer noch von einer Evolution der Art oder der Arten. Dem steht die christliche Idee von Evolution gegenüber, die sich auf die Zukunft bezieht. Siehe meinen Eintrag von eben gerade.

Gruß
trel

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

Monolog...Dialog...

Der/Anarchist, Montag, 25. September 2017, 15:49 (vor 55 Tagen) @ admin

Mach Dir keine Sorgen, ich erwarte nicht bei allen meiner Kommentare eine Antwort; vor allem dann nicht, wenn ich, wie so manches Mal, eher auf etwas hinweise. Die beiden Links meines letzten Kommentars sollten eher den Leser bereichern. Natürlich schreibe ich einiges dazu, denn einfach nur den Link weitergeben, betrachte ich als stillos.

Bei Dir ist das nicht anders. Deine Kommentare stehen manches auch für sich allein. Da ist eine Antwort fehl am Platz. Wichtig ist die Weitergabe an Wissen, Informationen, Gedanken.

Gruß

"Inkompetenz, Unverständnis, Phantasie und Manie" - fällt alles auf ScienceFiles zurück

Platon ⌂, Samstag, 14. Oktober 2017, 23:08 (vor 35 Tagen) @ admin

Für mich ist umgekehrt absolut klar, daß die Grundschule eben nicht nur der Wissensvermittlung dient. Primär ist die Schule, und gerade die Grundschule, eine Bildungsanstalt.

Was verstehst Du darunter?

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Bildungsanstalt

admin ⌂ @, Sonntag, 15. Oktober 2017, 09:51 (vor 35 Tagen) @ Platon

Für mich ist umgekehrt absolut klar, daß die Grundschule eben nicht nur der Wissensvermittlung dient. Primär ist die Schule, und gerade die Grundschule, eine Bildungsanstalt.


Was verstehst Du darunter?

Siehe zur Erstinformation den Wikipedia-Artikel Schule. Ich zitiere den einleitenden Absatz (Hervorhebungen durch mich):

Eine Schule [...], auch Bildungsanstalt oder Lehranstalt genannt, ist eine Institution, deren Bildungsauftrag im Lehren und Lernen, also in der Vermittlung von Wissen und Können durch Lehrer an Schüler, aber auch in der Wertevermittlung und in der Erziehung und Bildung zu mündigen, sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringenden Persönlichkeiten besteht.

Bloßes Wissen macht niemals einen "mündigen, sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringenden" Menschen. Wissen ist nur Hilfsmittel; die entscheidende Frage ist, wofür es angewandt wird. Es geht also primär immer um das wertende Vermögen eines Menschen, seine moralische Urteilskraft.

Diese Fähigkeiten müssen entwickelt werden, und das geht beim kindlichen Menschen nur durch Vorbilder. Der Lehrer, gerade an der Grundschule, muß also moralisches Vorbild sein. Auf Inhalte kommt es dabei nicht an. Ob der Lehrer z.B. für die NPD, AfD oder für eine Systempartei eintritt und dies auch sagt, ist also nicht entscheidend. Entscheidend ist, daß er überhaupt einen Standpunkt hat, also Orientierung bietet, und mit moralischer Verve und Begeisterung dafür eintritt. Die "Richtigkeit" seines Standpunktes lernt das Kind mit zunehmender Reife selber zu beurteilen, vorausgesetzt, dieser Reifeprozeß setzt überhaupt erst mal ein. Toleranz ist keine Reifungsgrundlage, denn sie bietet keine Orientierung.

Die Mißstände, die unser politisches System und unsere gesellschaftlichen Verhältnisse charakterisieren, beruhen zum Allerwenigsten auf Mangel an Wissen. Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Es ist so leicht wie nie zuvor, fehlendes Wissen sich zu erwerben, z.B. durch die Wikipedia. Woran es fehlt, sind moralische Qualitäten, so vor Allem die eigene Überzeugung und der Mut, sie bedingungslos zu vertreten.

Anders gesagt: der Kopf ist heute überbetont. In der Folge wird dann oft der Gegenpol, der Bauch, betont, etwa mit den Worten: "Da bin ich einfach meinem Bauchgefühl gefolgt." Das sind also zwei Extreme, und beide sind gleich gefährlich. Gesund ist einzig, wenn das Urteilsvermögen aus der Mitte kommt, also aus der Herzgegend. Folglich war früher, bevor die Einseitigkeiten auftraten, in vielen Redewendungen vom Herzen die Rede, etwa: "Er hat ein gutes Herz", d.h. er hat Empathievermögen; ebenso: "Mein Herz sagt mir...".

Das hat auch mit Glauben zu tun. Und wohlgemerkt, es gibt zwei ganz verschiedene Wortbedeutungen für Glaube. Zum einen bezeichnet er ein Defizit an Wissen. Ursprünglich aber und eigentlich bezeichnet er eine moralische Kraft, wie sie in der Redewendung zum Ausdruck kommt: "Ich glaube an dich." So ein Glauben kann etwas bewirken. Wir brauchen also Grundschulen, an denen die Lehrer über Glaubenskräfte verfügen. Alles Andere ist verzichtbar.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

Bildungsanstalt

Stephan, Sonntag, 15. Oktober 2017, 21:23 (vor 35 Tagen) @ admin

Siehe zur Erstinformation den [link=/wiki/Schule]Wikipedia-Artikel Schule[/link]. Ich zitiere den einleitenden Absatz (Hervorhebungen durch mich):

Eine Schule [...], auch Bildungsanstalt oder Lehranstalt genannt, ist eine Institution, deren Bildungsauftrag im Lehren und Lernen, also in der Vermittlung von Wissen und Können durch Lehrer an Schüler, aber auch in der Wertevermittlung und in der Erziehung und Bildung zu mündigen, sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringenden Persönlichkeiten besteht.

Wikipedia gehört sicher nicht zu den zuverlässigen Quellen.

"Können" kann man als Spezialfall des Wissens auffassen, nämlich das Wissen, wie man etwas tut. Die Wissensvermittlung der Schule umfaßt selbstverständlich auch Können, z.B. wie man schreibt, wie man etwas ausrechnet.

Bei Wertevermittlung wird es schon problematisch. Die "Wertevermittlung", die heute in der Schule stattfindet, ist sicher nicht die Wertevermittlung, die sich ein gesunder Mensch vorstellt.

Und Erziehung geht schon mal gar nicht. Das ist einzig und allein Sache der Eltern (Artikel 6 GG).

Bloßes Wissen macht niemals einen "mündigen, sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringenden" Menschen. Wissen ist nur Hilfsmittel; die entscheidende Frage ist, wofür es angewandt wird. Es geht also primär immer um das wertende Vermögen eines Menschen, seine moralische Urteilskraft.

Wissen im Sinne von Auswendiglernen und Wiedergeben reicht sicher nicht. Selbstverständlich gehören Anwendungsaufgaben zur Wissensvermittlung dazu, ist also nichts, was über die Wissensvermittlung hinausgeht.

Problematisch wird es, wenn Anwendungsaufgaben nicht eindeutig sind und mehrere vertretbare Wertungen zulassen. Denn am Ende gibt der Lehrer seine Bewertung ab, die sich in Form einer Note niederschlägt. Der Lehrer setzt seine eigene persönliche Wertung an die Stelle der vertretbaren Wertung des Schülers. Das führt zu Willkür.

In der Schule muß also gelten: Anwendungsaufgaben nur soweit, wie sie objektiv eindeutig lösbar sind.


Diese Fähigkeiten müssen entwickelt werden, und das geht beim kindlichen Menschen nur durch Vorbilder. Der Lehrer, gerade an der Grundschule, muß also moralisches Vorbild sein. Auf Inhalte kommt es dabei nicht an. Ob der Lehrer z.B. für die NPD, AfD oder für eine Systempartei eintritt und dies auch sagt, ist also nicht entscheidend.

Das darf er gar nicht sagen. Er hat eine Neutralitätspflicht.

Entscheidend ist, daß er überhaupt einen Standpunkt hat, also Orientierung bietet, und mit moralischer Verve und Begeisterung dafür eintritt. Die "Richtigkeit" seines Standpunktes lernt das Kind mit zunehmender Reife selber zu beurteilen,

oder auch nicht. Der Lehrer hat sich mit persönlichen Standpunkten zurückzuhalten.


Die Mißstände, die unser politisches System und unsere gesellschaftlichen Verhältnisse charakterisieren, beruhen zum Allerwenigsten auf Mangel an Wissen. Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Es ist so leicht wie nie zuvor, fehlendes Wissen sich zu erwerben, z.B. durch die Wikipedia. Woran es fehlt, sind moralische Qualitäten, so vor Allem die eigene Überzeugung und der Mut, sie bedingungslos zu vertreten.

Das tun auch die Antifanten. Wir sehen also, wohin es führt, wenn die Schule sich zu einer falschen Moralinstanz aufspielt.

Es handelt sich hier um eine Erziehungsfrage. Das ist Sache der Eltern und das hat auch seine Richtigkeit. Überläßt man das der Schule, dann passiert es, daß plötzlich Linke und Perverse ihre eigenen "Werte" vertreten und in die Köpfe unserer Kinder setzen.


Anders gesagt: der Kopf ist heute überbetont. In der Folge wird dann oft der Gegenpol, der Bauch, betont, etwa mit den Worten: "Da bin ich einfach meinem Bauchgefühl gefolgt." Das sind also zwei Extreme, und beide sind gleich gefährlich. Gesund ist einzig, wenn das Urteilsvermögen aus der Mitte kommt, also aus der Herzgegend. Folglich war früher, bevor die Einseitigkeiten auftraten, in vielen Redewendungen vom Herzen die Rede, etwa: "Er hat ein gutes Herz", d.h. er hat Empathievermögen; ebenso: "Mein Herz sagt mir...".

Das mag zur Persönlichkeitsentwicklung sicher dazugehören, aber die Frage ist: Welchen Beitrag kann und darf die Schule dazu leisten? Die Schule leistet ihren Beitrag in der objektiven Wissensvermittlung. Sie ist nicht für alles zuständig.

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Bildungsanstalt

admin ⌂ @, Montag, 16. Oktober 2017, 00:06 (vor 34 Tagen) @ Stephan

Die "Wertevermittlung", die heute in der Schule stattfindet, ist sicher nicht die Wertevermittlung, die sich ein gesunder Mensch vorstellt.

Soweit stimme ich dir zu.

Und Erziehung geht schon mal gar nicht. Das ist einzig und allein Sache der Eltern (Artikel 6 GG).

Sehen wir uns den Originaltext an:

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Von "einzig und allein" steht da nichts. Vielmehr folgt eine Einschränkung.

Der Lehrer setzt seine eigene persönliche Wertung an die Stelle der vertretbaren Wertung des Schülers. Das führt zu Willkür.

Er setzt seine Wertung nicht an die Stelle von der des Schülers, sondern eventuell ihr gegenüber. Und Wertungen werden auch nicht benotet. Ich meine natürlich den Normalfall.

Der Lehrer hat sich mit persönlichen Standpunkten zurückzuhalten.

Da sind wir verschiedener Meinung. In der Standpunktlosigkeit sehe ich ein Übel. Es geht ja auch nicht darum, den eigenen Standpunkt durchzusetzen. Es geht um ein Modell, an welchem das Kind seinen eigenen Standpunkt feststellen kann, sei es zustimmend, sei es ablehnend. Ohne ein solches Modell gibt es keine Orientierung.

Wir sehen also, wohin es führt, wenn die Schule sich zu einer falschen Moralinstanz aufspielt.

Es handelt sich hier um eine Erziehungsfrage. Das ist Sache der Eltern und das hat auch seine Richtigkeit. Überläßt man das der Schule, dann passiert es, daß plötzlich Linke und Perverse ihre eigenen "Werte" vertreten und in die Köpfe unserer Kinder setzen.

In dem Falle dürften aber auch die Eltern, d.s. heute vor Allem die Mütter, versagt haben. Im Übrigen sollte man den Einfluß vermittelter Weltbilder nicht überschätzen. Wir sehen ja an dem Wahlverhalten der Mitteldeutschen, daß gerade die politische Manipulation (wie sie in der DDR üblich war) eher zu Kritikfähigkeit erzieht.

die Frage ist: Welchen Beitrag kann und darf die Schule dazu leisten? Die Schule leistet ihren Beitrag in der objektiven Wissensvermittlung. Sie ist nicht für alles zuständig.

Erziehung geht niemals allein von den Eltern aus, sondern vom gesamten Umfeld. Dazu gehört auch viel Unterschwelliges. Trennen läßt sich das alles kaum.

Nochmals: Ich lehne deine These radikal ab. Allenfalls stimme ich dir darin zu, daß die heutige Schule ihre Aufgaben schlecht erfüllt. Die Aufgabe, die sie relativ noch am besten erfüllt, ist freilich die Wissensvermittlung, und zwar deshalb, weil diese am meisten mit Objektivität zu tun hat. Das darf aber nicht zu moralischer Abstinenz führen. Andernfalls könnte man auch den Eltern die Erziehung verbieten, weil heute vermutlich die wenigsten Eltern ihre Erziehungspflicht so wahrnehmen können, wie es früher möglich und üblich war, als der Staat noch nicht die Folgekosten trug.

Schlechte Lehrer sind besser als gar keine, so wie schlechtes Essen besser ist als gar keines. Und mit Lehrern meine ich jetzt eben nicht die bloßen Wissensvermittler. Dein Standpunkt entspringt einer Resignation, die nihilistische Züge trägt. Damit verbauen wir uns die Zukunft, die wir wünschen.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

Bildungsanstalt

Stephan, Montag, 16. Oktober 2017, 22:53 (vor 33 Tagen) @ admin

Sehen wir uns den Originaltext an:

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Von "einzig und allein" steht da nichts. Vielmehr folgt eine Einschränkung.

Das Erziehungsrecht ist schon durch die Natur der Sache ein Ausschließlichkeitsrecht. Das muß nicht besonders erwähnt werden.

Die Einschränkung betrifft nur Fälle, in denen die Eltern versagen oder bei Verwahrlosung.

Er setzt seine Wertung nicht an die Stelle von der des Schülers, sondern eventuell ihr gegenüber. Und Wertungen werden auch nicht benotet. Ich meine natürlich den Normalfall.

Ich sprach aber von der Notengebung.

Der Lehrer hat sich mit persönlichen Standpunkten zurückzuhalten.


Da sind wir verschiedener Meinung. In der Standpunktlosigkeit sehe ich ein Übel. Es geht ja auch nicht darum, den eigenen Standpunkt durchzusetzen. Es geht um ein Modell, an welchem das Kind seinen eigenen Standpunkt feststellen kann, sei es zustimmend, sei es ablehnend. Ohne ein solches Modell gibt es keine Orientierung.

Er kann verschiedene Standpunkte vorstellen, und sagen, daß es diese Standpunkte gibt. Sobald er aber einen Standpunkt als seinen eigenen vertritt, manipuliert er.


In dem Falle dürften aber auch die Eltern, d.s. heute vor Allem die Mütter, versagt haben. Im Übrigen sollte man den Einfluß vermittelter Weltbilder nicht überschätzen. Wir sehen ja an dem Wahlverhalten der Mitteldeutschen, daß gerade die politische Manipulation (wie sie in der DDR üblich war) eher zu Kritikfähigkeit erzieht.

Die DDR war ein Gewaltapparat. Die brauchten nicht zu manipulieren, sondern setzten ihre Ziele einfach mit Gewalt durch. Die Menschen blieben klar im Kopf, und als der Gewaltapparat weg war, waren sie wieder normal.

Im Westen hingegen mußte man den Weg der Manipulation gehen. Die findet seit den 68ern schleichend an unseren Schulen statt.

Erziehung geht niemals allein von den Eltern aus, sondern vom gesamten Umfeld. Dazu gehört auch viel Unterschwelliges. Trennen läßt sich das alles kaum.

Du verwechselst Erziehung mit Einflußnahme. Sicher beeinflußt das Umfeld das Verhalten des Kindes. Aber Du würdest es doch sicher nicht dulden, wenn Fremde erzieherisch gegenüber Deinen Kindern tätig werden?


Nochmals: Ich lehne deine These radikal ab. Allenfalls stimme ich dir darin zu, daß die heutige Schule ihre Aufgaben schlecht erfüllt. Die Aufgabe, die sie relativ noch am besten erfüllt, ist freilich die Wissensvermittlung, und zwar deshalb, weil diese am meisten mit Objektivität zu tun hat.

Nicht einmal die Wissensvermittlung erfüllt die Schule heute noch.

Das darf aber nicht zu moralischer Abstinenz führen. Andernfalls könnte man auch den Eltern die Erziehung verbieten, weil heute vermutlich die wenigsten Eltern ihre Erziehungspflicht so wahrnehmen können, wie es früher möglich und üblich war, als der Staat noch nicht die Folgekosten trug.

Das ist kein Argument. Wenn die Schule zu moralischer Abstinenz führt, soll man Eltern die Erziehung verbieten? Das ergibt keinen Sinn.


Schlechte Lehrer sind besser als gar keine, so wie schlechtes Essen besser ist als gar keines. Und mit Lehrern meine ich jetzt eben nicht die bloßen Wissensvermittler. Dein Standpunkt entspringt einer Resignation, die nihilistische Züge trägt. Damit verbauen wir uns die Zukunft, die wir wünschen.


Warum wirst Du persönlich? Das kenn ich normalerweise nur von Feministinnen.

Schlechtes Essen kann man zur Not mal nehmen, giftiges Essen aber nicht.

Zum Thema zurück:

Was soll der Lehrer Deiner Ansicht nach über die Wissensvermittlung hinaus noch leisten?

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Bildungsanstalt

admin ⌂ @, Dienstag, 17. Oktober 2017, 02:15 (vor 33 Tagen) @ Stephan

Was soll der Lehrer Deiner Ansicht nach über die Wissensvermittlung hinaus noch leisten?

Das habe ich ja schon versucht zu sagen, und ich merke, daß das bei dir nicht ankommt. Eigentlich müßte ich jetzt auf Fachliteratur verweisen. Aber ich bin kein Pädagoge und habe keine Fachliteratur zur Verfügung. Gerade in der Literatur zur Waldorfpädagogik wird es Bücher geben, in denen das sehr detailliert erklärt wird, was ich meine. Die nötige Recherche wird vermutlich aber sowohl dir als auch mir zu aufwendig sein. Es ist ja auch nicht eigentliches Thema dieses Forums.

Ich kann abschließend nur meine Überzeugung bekräftigen, daß der Mensch zu seiner Entwicklung mehr braucht als materielle Nahrung und Wissen. Er braucht am Allermeisten Liebe und moralische Kräfte. Wissen, auch Fertigkeiten, kann man sich jederzeit selber aneignen. Da das Kind den halben Tag in der Schule verbringt, sollte ihm dort gegeben werden, was es sich selber nicht aneignen kann und auch später nicht wird nachholen können. Inwieweit die Schule heute dazu in der Lage ist, ist eine ganz andere Frage.

Es scheint, daß wir unüberwindliche Differenzen in unseren Anschauungen haben. Lassen wir es dabei bewenden! Man muß sich ja darüber nicht in die Haare kriegen.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)

Linke Demagogie

Stephan, Mittwoch, 18. Oktober 2017, 00:16 (vor 32 Tagen) @ admin

Was soll der Lehrer Deiner Ansicht nach über die Wissensvermittlung hinaus noch leisten?


Das habe ich ja schon versucht zu sagen, und ich merke, daß das bei dir nicht ankommt. Eigentlich müßte ich jetzt auf Fachliteratur verweisen. Aber ich bin kein Pädagoge und habe keine Fachliteratur zur Verfügung. Gerade in der Literatur zur Waldorfpädagogik wird es Bücher geben, in denen das sehr detailliert erklärt wird, was ich meine.

Du weißt es also auch nicht. Habe auch nichts anderes erwartet.

Es ist linke Demagogie.

"Die Schule soll mehr als nur Wissen vermitteln" - hört sich schön an, wird daher schnell unkritisch akzeptiert. Es läßt sich leicht in den Köpfen festsetzen.

Aber auch die Linken können die Frage nicht beantworten, bzw., sie wollen es nicht.

Wenn sie das täten, würde die Akzeptanz schnell verschwinden.

Es war schon immer das Ziel der Linken, Erziehungskompetenz von den Eltern auf den Staat zu übertragen, um unsere Kinder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Also propagiert man etwas, das Akzeptanz findet ("Die Schule soll nicht nur Wissen vermitteln"), um unter diesem Vorwand Erziehungskompetenzen auf die Schule zu übertragen. ("Du bist doch auch der Meinung, daß Schule nicht nur Wissen vermitteln soll?").


Ich kann abschließend nur meine Überzeugung bekräftigen, daß der Mensch zu seiner Entwicklung mehr braucht als materielle Nahrung und Wissen. Er braucht am Allermeisten Liebe und moralische Kräfte.

Das bestreitet auch niemand. Es geht nur um die Frage, was kann die Schule dazu beitragen und was nicht.

Die Schule soll "Liebe" geben? Was stellst Du Dir darunter vor? Die Grünen stellen sich sicher etwas anderes darunter vor. Mit solchen vagen Begriffen sollte man keine Forderungen stellen. Du hast schnell eine Partei, die Dir das verspricht, aber etwas anderes liefert.

Wissen, auch Fertigkeiten, kann man sich jederzeit selber aneignen. Da das Kind den halben Tag in der Schule verbringt, sollte ihm dort gegeben werden, was es sich selber nicht aneignen kann und auch später nicht wird nachholen können.

Die Schule gibt es deshalb, weil Kinder nicht von sich aus sich das nötige Wissen aneignen. Wenn Kinder das täten, bräuchten wir die Schule nicht.

Kinder können noch nicht beurteilen, welches Wissen nötig ist. Deswegen schicken wir sie in die Schule.

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