Nur weibliche Straßennamen - wo bin ich denn da gelandet?

T.R.E.Lentze, Mittwoch, 30. August 2017, 13:30 (vor 81 Tagen)

Kürzlich kam ich als Lkw-Fahrer für den Baustoffhandel in ein Neubaugebiet, dessen Straßennamen ausschließlich weiblich sind. Es handelt sich um das Bonner Neubaugebiet namens "Am Hölder", siehe dazu auch den diesbezüglichen Wikipedia-Artikel:

Die Namen erinnern an Frauenrechtlerinnen, die einen zum Teil großen Beitrag zur rechtlichen Gleichstellung der Frauen geleistet haben.

Und zwar irgendwo in Deutschland, nicht vor Ort. Ich erspare mir die Auflistung der Namen (sieben an der Zahl), weil sie ohnehin keiner von uns kennen dürfte. Einem Bericht meiner örtlichen Zeitung zufolge hat es wegen der Namengebung Streit und Frust unter den Politikern gegeben. Das sollte nicht verwundern, denn normalerweise erhält ein Neubaugebiet Straßennamen, mit denen die Bewohner etwas anfangen können. Das sind Menschen, die eine örtliche Popularität erlangt oder die sich dort historische Verdienste erworben haben, und meistens sind das Männer. Kandidaten gab es auch genug. Doch entschieden haben die Grünen und Linken, also Feministen.

Ich möchte in einer solchen Gegend nicht wohnen. Nicht wegen der Bewohner, die ja nichts dafür können, sondern weil ich die Namengebung der Straßen geschmacklos finde. Von den Grünen und Linken würde ja wohl auch keiner in einem Gebiet wohnen wollen, dessen Straßen planmäßig nach Nazis benannt wurden. Ach, der Vergleich ist unpassend? Nein, ist er nicht. Ich bin überzeugt, daß man in späterer Zeit die Straßen wieder umbenennen wird, und zwar aus den gleichen Gründen, aus denen man es heute tut.

trel

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Nur weibliche Straßennamen - wo bin ich denn da gelandet?

morgana @, Mittwoch, 06. September 2017, 23:51 (vor 73 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Dann hat die Namensgebung doch einen Sinn. Sie erhöht die Allgemeinbildung, weil auf die Damen hingewiesen wird und man angeregt wird deren Biographien nachzuschlagen.

Nur weibliche Straßennamen - wo bin ich denn da gelandet?

T.R.Lentze, Donnerstag, 07. September 2017, 03:13 (vor 73 Tagen) @ morgana

Dann hat die Namensgebung doch einen Sinn. Sie erhöht die Allgemeinbildung, weil auf die Damen hingewiesen wird und man angeregt wird deren Biographien nachzuschlagen.

Ja, schon gut. Nichts gegen Allgemeinbildung. Aber muß mir ausgerechnet der Staat - als Ersatzkirche - die Richtung vorgeben? Warum wird der völkische Mehrheitswille mißachtet? In einer Demokratie, die den Namen verdient (Demokratie = Volksherrschaft), würde das nicht gehn.

trel

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