Endlich mal eine gute Nachricht: Chefarzt stellt Menschenrecht über "Frauenrecht".

T.R.E.Lentze, Dienstag, 07. Februar 2017, 19:36 (vor 284 Tagen)

Der "Spiegel", vertreten durch seine Autoren Tanja Karrasch, Heike Le Ker und Jens Witte ist entsetzt: Abtreibung abgelehnt.

Thomas Börner, seit Dezember 2016 Gynäkologie-Chef, hat beschlossen, dass in seiner Abteilung keine Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung mehr durchgeführt werden. Eine Abtreibung könne er nicht mit seinem christlichen Glauben vereinbaren, für ihn gelte das Nicht-Tötungsgebot der Bibel.

Die Klinikleitung trägt die Entscheidung des Chefarztes mit: "Kein Arzt kann verpflichtet werden, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen", sagt Klinikchef Markus Fröhling zu SPIEGEL ONLINE. Dass Börner nicht nur für sich, sondern auch für die anderen Gynäkologen des Krankenhauses entschieden hat, hält Fröhling für richtig. "Bei derart schwerwiegenden Eingriffen sollte ein Chefarzt die Richtung der Abteilung vorgeben dürfen."

Aus der Sicht eines jeden gewissenhaften Menschen ist der Pränatalmord - zynischerweise meist "Abtreibung" genannt - der perfekte Mord: Das Tatmotiv besteht nicht einmal in einem niedrigen Motiv (etwa Rachsucht), das sich aufgrund seiner triebhaften Dringlichkeit gegen widerstreitende höhere Gründe durchsetzt, sondern eigentlich in überhaupt keinem Motiv, anders gesagt, in der puren Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit. Es ist so, wie wenn man einen Schwerverletzten am Straßenrand bewußt überfährt, weil es einem die Mühe nicht wert ist, auszuweichen oder anzuhalten und einen Notruf abzusenden. Freilich gibt es da einen Unterschied: Den Ungeborenen muß die Mutter hinterher noch jahrelang begleiten und aufzuziehen. Aber das hat sie ja vorher gewußt. Frauen verfügen über alle Mittel der Verhütung, und auch hinterher gibt es für sie alle nur erdenklichen Hilfsangebote.

In echten Notfällen wird die Pränataltötung zugunsten der Mutter dennoch durchgeführt:

Weiterhin durchführen will die Klinik Schwangerschaftsabbrüche, wenn eine Frau wegen der Schwangerschaft in Lebensgefahr schwebt oder vergewaltigt wurde.

"Entsetzt" zeigt sich - wie sollte es anders sein -, eine Funktionärin des "Beratungsnetzwerkes Pro Familia":

Diese Entscheidung der Klinik geht gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen.

Es ist mir unbegreiflich, daß dieser Zynismus - Pränatalmord als "Selbstbestimmungsrecht der Frauen" - keinen globalen Aufschrei hervorruft. Es gibt kein Mördervolk, keine Mörderrasse, aber es gibt ein Mördergeschlecht, nämlich das weibliche. Zwar begeht nicht jedes Weib einen Pränatalmord. Aber kennt ihr ein einziges, das sich von diesem "Frauenrecht" distanziert und öffentlich bekannt hätte: "Ich schäme mich eine Frau zu sein"?

Ich bin mir ziemlich sicher, daß es nur eine Frage der Zeit ist, bis das kollektive Gewissen erwacht und Konsequenzen gezogen werden.

trel

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Endlich mal eine gute Nachricht: Chefarzt stellt Menschenrecht über "Frauenrecht".

Bernhard, Mittwoch, 08. Februar 2017, 22:40 (vor 283 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Eine gute Nachricht.

Möge das Beispiel anderen zagenden Ärzten Mut machen!

Niederlage - und doch bleibt er aufrecht!

T.R.E.Lentze, Freitag, 10. Februar 2017, 18:00 (vor 282 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Nach Abtreibungsverbot - Chefarzt verlässt Klinik in Dannenberg .

Aufgrund seines christlichen Glaubens wollte ein Chefarzt in seiner Abteilung Abtreibungen verhindern. Das hatte der Klinikkonzern unterbunden - nun verlässt er das Unternehmen. [...]

Dass seine Entscheidung kassiert wurde, will Börner, der einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde angehört, offenbar nicht hinnehmen. Laut einer Mitteilung von Capio wird er die Klinik mittelfristig verlassen - wohl auf eigenen Wunsch, wie es hieß. So lange wird er sich nicht an Abtreibungsoperationen beteiligen müssen.

Demnach also gibt er eine gut bezahlte Anstellung preis, um sich sich selber treu zu bleiben. Das ist vorbildlich!

Er ist nicht käuflich. Er trägt nicht das Zeichen an der Stirn, von dem die Apokalypse 13:17 erzählt:

Und es [das Tier] macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens. Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.

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