Was wirft eine Kultur weiter zurück - Verweiberung oder Islamisierung?

T.R.E.Lentze, Dienstag, 12. Juli 2016, 02:12 (vor 495 Tagen)

Wir haben Berichte gelesen, wonach muslimische Schüler weiblichen Lehrern die Handreichung verweigert haben.

Was hier eklatant aufeinanderstößt, ist: Patriarchat auf Matriarchat; oder: Lebendiger Islam auf Nach-Christentum. (Wohlgemerkt: Nach-Christentum; das lebendige Christentum sah anders aus!)

Mit dem Patriarchat begann die Zeit der Hochkulturen, zuletzt der Technisierung. Matrizentrische Gesellschaften kannten bzw. kennen noch nicht einmal die Schriftkultur. Es gibt sehr vereinzelt noch Überreste solcher Gesellschaften. Die Zeit ihrer Dominanz liegt Jahrtausende zurück.

Welcher Zustand ist nun rückständiger - das Neue Matriarchat, wie ich es nennen möchte, oder der Islam? Zeitlich gesehen, ist es natürlich das Matriarchat. Denn der Islam kam erst auf, nachdem das Patriarchat schon lange bestanden hat.

Was mich oft gewundert hat, ist die Tatsache, daß die Islamisierung Europas gerade in konservativen Kreisen (etwa dem redaktionellen und Leserkreis der "Jungen Freiheit") als das größere Übel empfunden wird. Ich persönlich fühle mich in einer Gesellschaft viel wohler, in der die Männer das Sagen haben.

Aber, so wird mir gegenüber eingewandt: Die okzidentale ("westliche") Gesellschaft sei doch viel innovativer, wohlhabender und freizügiger als die islamische. Das beweise doch, daß die Verweiberung der Kultur und Zivilisation keinen Abbruch tue, ja sie vielleicht noch fördere.

Ich halte diesen Einwand für kurzsichtig. Ja, wir sind immer noch innovativ gegenüber der islamischen, patriarchal geprägten Welt. Aber innovativ waren wir ja auch schon, als es die Verweiberung unserer Gesellschaft noch nicht gab. Damals waren wir eine Kulturnation in sogar noch höherem Grade. Die Wissenschaftssprache war bis dahin Deutsch. Wenn wir jetzt immer noch halbwegs innovativ sind, so weist dies nur darauf hin, das wir von einem Erbe zehren. Und dieses Erbe wird irgendwann verbraucht sein.

Die Nichtanerkenntnis dieser Blindheit muß bestimmbare Gründe haben. Ich sehe deren zwei:

1.
Der geschlechtliche Dimorphismus ist wegen der emotionalen Bindungen, die uns gefangen halten, sehr schwer zu objektivieren. Schon aufgrund unseres Triebwesens kommen wir von den Weibern nicht los. Ohne Objektivierung aber gibt es keine Erkenntnis.

2.
Durch das Weiberwahlrecht ist jede politische Erklärung einer Vorrangigkeit des Patriarchats parteipolitisch suizidal. Denn gewählt wird zur Hälfte von Weibern. Und gerade die feministische Lobby ist außerordentlich gut organisiert.

Was den ersten Punkt betrifft, so erklärt er die Blindheit von Männern, die aufgrund ihres Alters oder ihres Nichtwählerstatus keine Rücksicht auf die politische Doktrin mehr nehmen müssen. Sie haben konservative, also anständige Frauen geheiratet, oder sie haben anderweitig eine glückliche Wahl getroffen. Sie nehmen die Schicksale gescheiterter Ehemänner und entsorgter Väter einfach nicht zur Kenntnis. Das ist merkwürdig insofern, als diese gescheiterten Ehemänner und entsorgten Väter so zahlreich sind, daß man ihnen kaum aus dem Wege gehen kann.

Nochmals, ich bin überzeugt, daß wir, die wir in einem Neuem Matriarchat leben, von einem Erbe zehren, das irgendwann aufgebraucht sein wird. Zwar kommen immer noch die meisten technischen und künstlerischen Innovationen von Männern. Doch wenn die politische Doktrin dazu führt, daß Weiber aufgewertet werden, um Männer zu erniedrigen - "Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt eingestellt" -, dann werden die spezifisch männlichen Qualitäten, welche den Fortschritt garantieren, im Grenzfalle nicht mehr ausgebildet werden können. Das Ergebnis ist eine egalitäre, basal reduzierte Gesellschaft.

Wir sind auf dem Wege dorthin.

trel

[image]

In Japan wüten die Folgen des Feminismus!

Pellworm, Dienstag, 12. Juli 2016, 16:11 (vor 494 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Ich würde meinen, der Vergleich hinkt. Man ist fast geneigt sich entscheiden zu müssen, was toxischer ist. Dabei ist Islam und Feminismus gleich hochtoxisch.

Ich zitiere mal was Aktuelles zum Feminismus:

"Die Folge: Immer mehr Männer wollen nicht mehr. „Men are otping out“, heißt es. In den USA, in Europa und selbst in Asien ist dies zum Massenphänomen geworden. In Japan werden die Beziehungs- und Familiengründungs-Verweigerer „Herbivore Men“ genannt. Das Problem ist in Japan existenziell geworden, weil die Zahl der Verweigerer so groß geworden ist, dass die Bevölkerung in atemberaubendem Tempo schrumpft. Doch die Männer wollen sich nicht beruflich für eine Familie abschuften, wenn sie am Ende mit der Scheidung alles verlieren können. Die ganze Feminismus-Debatte und Scheidungskultur mit all ihrem Männerhass hat die Welt der Ehe zu einer toxischen Gefahrenzone für Männer gemacht."

Quelle

Suizidale Toxizität ist die schlimmere.

T.R.E.Lentze, Dienstag, 12. Juli 2016, 20:31 (vor 494 Tagen) @ Pellworm

Dabei ist Islam und Feminismus gleich hochtoxisch.

Der Unterschied ist nur, daß der Islam an seiner Toxizität nicht schrumpft. Er bedroht sein Umfeld, während das moderne Matriarchat sich selbst reduziert. Es gleicht einer Epidemie, die am Massensterben ihrer Konduktoren zum Stillstand kommt.

Der von dir verlinkte Artikel trifft den Punkt; er ist lesenswert. Meine Verwunderung über die Blindheit konservativer Kreise gegenüber dem modernen (und, wie wir lesen,) suizidalen Matriarchat bezog sich vor Allem auf die Redaktion und kommentierende Leserschaft der "Jungen Freiheit", wo jüngst ein Beitrag mit dem Titel Mehr Mut zu Kindern! erschien. Sein Autor, Jürgen Liminski, rätselt über die Gründe der Kinderlosigkeit, ohne die systemische Väter-Entmutigung auch nur zu erwähnen.

Diesem dröhnendem Schweigen scheint eine emotionale Blockade, eine tiefsitzende Angst zugrundezuliegen: "Was wäre, wenn meine Frau auf falsche Gedanken kommt? Darf man schlafende Hunde wecken?"

Gruß
trel

[image]

Kritik an der JF zum Thema auch bei Hartgeld.

Der/Anarchist, Mittwoch, 13. Juli 2016, 14:22 (vor 493 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Bei Hartgeld wurde das Thema angesprochen. Ein Kommentator schreibt dazu folgendes:

Die JF redet auch nur dem Zeitgeist das Wort. Was die konservativen Dünnbrettbohrer bei der JF, zweihundertprozentig zeitgeist- und staatsgläubig wie sie nun einmal sind, nicht begreifen, ist, daß die die wichtigsten Hinderungsgründe heute ökonomischer Natur sind: Zuerst wurden die Frauen "befreit", so daß sie ab sofort zwischen acht und zehn Stunden im Hamsterrad mitstrampeln dürfen. Das wurde als große zivilisatorische Errungenschaft gefeiert. Den Staat hat's gefreut, hat sich das Steueraufkommen doch dadurch kräftig erhöht. Gleichzeitig sind die Abgabenlasten auf absurde Höhen gestiegen - Normalverdiener führen mittlerweile bis zu 70% ihres Einkommens an das kälteste aller Ungeheuer ab. Die Gelddruckerei der Zentralbanken frißt zusätzlich die Kaufkraft auf. Schon haben wir also eine Situation, wo in einem Zweipersonenhaushalt -wenn es sich nicht gerade um überdurchschnittliche Gutverdiener handelt - beide zwingend arbeiten MÜSSEN, nur um mit dem Tempo des demokratischen Raubzugs überhaupt noch Schritt halten zu können. Was das für die finanzielle Stabilität in einem, Drei, Vier-, oder gar Nochmehrpersonenhaushalt bedeutet, darf sich jeder selbst ausmalen.Der JF fällt das alles aber nicht auf. Man glaubt dort, man müsse den existierenden Staatsbürokratismus nur etwas in Richtung "Familienfreundlichkeit" feintunen und das von potentiellen Familienvätern zuvor gestohlene Geld zu einem Bruchteil (minus Reibungsverluste in den Ministerien, selbstredend) wieder zurück zu die eigentlichen, rechtmäßigen Eigentümer lenken - und schon leben wir wieder alle im Liberalalaland der ewigen, staatlich ermöglichten Familienglückseligkeit mit eingebautem Kinderreichtum und Gratis-Mehrgenerationenversorgung mit dazu.Lustig ist, daß der Staat sich mit seinem Tun letztlich den Ast abgesägt hat, auf dem er selbst sitzt. Nach knapp einhundert Jahren gehen dem totalen Wohlfahrts-Pyramidenspiel selbstverschuldet allmählich die Einzahler aus. Eine solche Verfahrensweise verfolgen üblicherweise parasitäre Organismen, die den Wirt irgendwann umbringen - und damit sich selbst auch. Wir warten nun gespannt.

P.S.: Die Flurschäden, die die sog. "sexuelle Revolution" hinterlassen hat, sind dabei noch nicht einmal miteingerechnet! Ihr verdanken wir die Tatsache, daß eine winzige Lobby von Radikalfeministen, Politisch-Schwulen und geistesgestörten Transsexuellen in der entstehenden Werte- und Orientierungslosigkeit ans Ruder gekommen ist* und heute den Ton in der sog. "Familien"-Politik und in der Justiz angibt, alle fleißig und mit großem Erfolg bemüht, die "heteronormativen" Geschlechteridentitäten und -rollen gründlichst zu zerstören.


(*Das ist ein allgemeingültiges Prinzip aller Umstürze: Schon in der französischen Revolution oder der russischen haben nach den anfänglichen Wirren mit unklaren Machtverhältnissen die brutalsten, entmenschlichtesten Akteure das Heft in die Hand genommen - die enthemmten Blutsäufer Robespierre und Lenin.)

Männer gehen ihren eigenen Weg

Dekadenzverweigerer, Donnerstag, 14. Juli 2016, 10:28 (vor 492 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Sein Autor, Jürgen Liminski, rätselt über die Gründe der Kinderlosigkeit, ohne die systemische Väter-Entmutigung auch nur zu erwähnen.

Der an anderer Stelle bereits erwähnte Artikel in der Freien Welt geht auf die Verweigerung der Männer ein:

Furcht vor Ehe und ungewollter Vaterschaft: Männer gehen ihren eigenen Weg

Die hohe Scheidungsrate und die Tatsache, dass die Kinder meistens den Müttern zugesprochen werden und den Vätern oftmals nur das Recht zur Unterhaltspflicht bleibt, haben dazu geführt, dass immer mehr Männer aus dem System aussteigen. Sie wollen nicht heiraten, sie wollen keine Kinder, sie gehen keine festen Beziehungen mehr ein. MGTOW heißt dieses Phänomen: „Men Going Their Own Way“ – „Männer gehen ihren eigenen Weg“.

Die Gefahr, dass die Ehe wieder geschieden wird, liegt in den meisten westeuropäischen Staaten und in den USA bei durchschnittlich rund 50 Prozent. Mehr als zwei Drittel aller Scheidungen werden von Frauen initiiert. Die Männer laufen Gefahr, dass ihnen mit der Scheidung das Haus genommen, das Einkommen gepfändet, die Kinder vorenthalten werden.

Viele Jugendliche sehen die älteren Männer mit dem Scheidungs-Schicksal hadern. Warum sollen sie dieses Risiko eingehen? Welche Vorteile bringt einem jungen Mann heutzutage noch eine Ehe und Familiengründung, wenn die Gesellschaft mit aller Kraft die Wohltat der Scheidung und die heldenhaften Single-Mütter verehrt?

Die Folge: Immer mehr Männer wollen nicht mehr. „Men are otping out“, heißt es. In den USA, in Europa und selbst in Asien ist dies zum Massenphänomen geworden. In Japan werden die Beziehungs- und Familiengründungs-Verweigerer „Herbivore Men“ genannt. Das Problem ist in Japan existenziell geworden, weil die Zahl der Verweigerer so groß geworden ist, dass die Bevölkerung in atemberaubendem Tempo schrumpft. Doch die Männer wollen sich nicht beruflich für eine Familie abschuften, wenn sie am Ende mit der Scheidung alles verlieren können. Die ganze Feminismus-Debatte und Scheidungskultur mit all ihrem Männerhass hat die Welt der Ehe zu einer toxischen Gefahrenzone für Männer gemacht.

Die meisten westlichen Staaten haben inzwischen eine derart niedrige Geburtenrate erreicht, die unterhalb dessen liegt, was zur demographischen Erhaltung der Gesellschaft notwendig ist. Die Folgen sind kulturell, demographisch und wirtschaftlich auf lange Sicht verheerend.

Doch Feminist*Innen haben in Europa und in den USA immer noch ein überholtes Feindbild: das Patriarchat, das in der Realität gar nicht mehr existiert. Während die patriarchalische Kultur der muslimischen Zuwanderer als multikulturelle Bereicherung gefeiert wird, wird das vollständig dekonstruierte Mannsbild des Westens immer noch als „patriarchisch“ bezeichnet und verurteilt. Soviel Widerspruch hat es wohl selten in einer politischen Bewegung gegeben.

Was wirft eine Kultur weiter zurück - Verweiberung oder Islamisierung?

Der/Anarchist, Dienstag, 12. Juli 2016, 23:45 (vor 494 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Im Grunde hast Du Deine Frage selbst beantwortet.


Und ich schließe mich Deiner Antwort an. Denn die heutigen islamischen Staaten mögen zwar gegenüber der westlichen Welt im Bereich der Technologie rückschrittlicher sein, das bedeutet aber nicht, dass sie durch Anpassung an gewisse westlichen Maßstäbe rückschrittlicher bleiben müssen. Anhand des Christentum stellen wir fest, wie auch dort sich allmählich die Wissenschaft etablieren konnte, trotz der damaligen Inquisition, weil christliche "Denker" die Wissenschaft an sich nicht leugneten.

Der Feminismus aber leugnet jegliche Form von Wissenschaft und Forschung, ja blockiert sie vehement, indem er dafür sorgt, dass die hohen Standarts gesenkt werden, nur um vom Staat geförderte Frauen, die nichts können, unterzubringen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Informatik. Hadmut Danisch hat einige Artikel über diese Zersetzung der Informatik geschrieben. Das heißt überall dort, wo der Feminismus installiert wird, gibt es einen radikalen Zerfall.

Und wie Du schon selbst erkannt hast, ist der heutige Standart das Ergebnis einer Zeit, in der der Feminismus noch nicht in der Gesellschaft verankert war. Streng genommen sind wir Kinder des 19. Jahrhunderts. Denn der Beginn der Industrialisierung führte zu einer kapitalistischen und technisierten Gesellschaft, in der wir uns heute befinden. Wir in der Gegenwart zehren noch von diesem Standard. Aber jeder neutrale Kritiker erkennt einen seit Jahren zunehmenden Rückgang. Der Feminismus alleine wird nicht die alles zersetzende Kraft gewesen sein. Aber der Feminismus ist eine zersetzende Kraft, da aus ihm selbst nichts förderndes entsteht. Im Gegenteil braucht der Feminismus, um zu existieren, einen Nährboden. Und den findet er immer in wirtschaftlich und technisch überlegenden Gesellschaften, in denen vor allem die Geschlechterhierarchien aufgeweicht sind.

Das heißt dass auch der Islam, sollte er unseren Standart erreichen, vom Feminismus zerstört werden kann, wenn seine jetzigen Geschlechterhierarchien aufgeweicht werden. Und die Gefahr besteht, weil meine Theorie besagt, dass die westliche Demokratie Folge von Industrialisierung ist, nicht Folge von Politik. Die Technik gleichte die Klassen aneinander an. Ein Beweis sind eben auch die asiatischen Staaten wie zB China und Japan. Eine alte Tradition wird durch westlichen Kommunismus und Industrie gekreuzt. Das Ergebnis ist ähnlich wie bei uns. Feminismus und gesellschaftlicher Zerfall.

Eine primitive religiöse Gesellschaft, in der Männer das Familienoberhaupt sind, ist stärker als eine verweiblichte hochtechnisierte Gesellschaft. Denn Verweiblichung heißt Stillstand und Rückschritt, da Weiber zu keiner Innovation fähig sind, im Gegenteil Innovationen hemmen auf Grund ihrer geistigen Unfruchtbarkeit.

Was wirft eine Kultur weiter zurück - Verweiberung oder Islamisierung?

Dekadenzverweigerer, Donnerstag, 14. Juli 2016, 12:45 (vor 492 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Wir haben Berichte gelesen, wonach muslimische Schüler weiblichen Lehrern die Handreichung verweigert haben.

Was hier eklatant aufeinanderstößt, ist: Patriarchat auf Matriarchat; oder: Lebendiger Islam auf Nach-Christentum. (Wohlgemerkt: Nach-Christentum; das lebendige Christentum sah anders aus!)

Das sehe ich etwas anders, denn in der Bibel heißt es unter Mätthäus 1-15 (Worte gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer):

Darauf wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger 2und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt.

3Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.

4Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.

5Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, 6bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, 7und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi (Meister) nennen.

8Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder.

9Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.

10Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.

11Der Größte von euch soll euer Diener sein.

12Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

13Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr lasst auch die nicht hinein, die hineingehen wollen.

14[]

15Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst.

Quelle: Bibel (Hervorhebungen durch mich)

Für mich selbst praktiziere ich schon seit längerer Zeit, dass ich fast nur Menschen grüße, die ich zum einen selbst und dann auch ihre Werke kenne. Selbstverständlich ecke ich damit auch an, aber für mich ist ein Gruß etwas Heiliges, eine Art Segen, der von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Also weit weg von dem, was im Zerfallsspektrum des Zeitgeistes ist, wie beispielsweise ein völlig profanes "Hallo". Worauf ich allerdings ab und zu auch zurückgreife, um es mir einfach zu machen. Vor allem im Geschäftlichen, wo ich ab und zu noch tätig bin als Angestellter in einem geringfügen Beschäftigungsverhältnis. Da kann ich mir keine Debatten über solche Dinge leisten. Im Privaten benutze ich im Schriftverkehr auch nicht mehr die Anreden "Herr" und "Frau", sondern beispielsweise "Werter Bürgermeister" oder "Werte Sachbearbeiterin". Merke: Es gibt nur einen Herrn im Universum und und keine Herrin! ("Frau" = mittelhochdeutsch frouwe; von althochdeutsch frouwa „vornehme, hohe Frau; Herrin)

Mit dem Patriarchat begann die Zeit der Hochkulturen, zuletzt der Technisierung. Matrizentrische Gesellschaften kannten bzw. kennen noch nicht einmal die Schriftkultur. Es gibt sehr vereinzelt noch Überreste solcher Gesellschaften. Die Zeit ihrer Dominanz liegt Jahrtausende zurück.

Um es aus meiner Sicht auf einen Nenner zu bringen: Das sogenannte Patriarchat hat viele kulturelle Errungenschaften hervorgebracht, aber auch viel unnötiges Leid und Zerstörung.

Welcher Zustand ist nun rückständiger - das Neue Matriarchat, wie ich es nennen möchte, oder der Islam? Zeitlich gesehen, ist es natürlich das Matriarchat. Denn der Islam kam erst auf, nachdem das Patriarchat schon lange bestanden hat.

Sowohl das Matriarchat als auch der Islam sind beides keine Grundlagen für eine gesunde Gesellschaft im Sinne von Jesus Christus, dem Heiland und auch keinesfalls im Sinne von unserem Herrn!

Ich persönlich fühle mich in einer Gesellschaft viel wohler, in der die Männer das Sagen haben.

So geht es mir auch, schon von klein auf bis zum heutigen Tag.

Aber, so wird mir gegenüber eingewandt: Die okzidentale ("westliche") Gesellschaft sei doch viel innovativer, wohlhabender und freizügiger als die islamische. Das beweise doch, daß die Verweiberung der Kultur und Zivilisation keinen Abbruch tue, ja sie vielleicht noch fördere.

Die westliche Gesllschaft ist sehr viel innovativer als die islamische, aber auch sehr viel zerstörender. Wenn Du Dich in der saturiert-degeneriert-dekadenten westlichen Welt umschaust, dann wirst Du überall den Verfall erkennen, der auf der Abkehr von Gott beruht. Anstatt den inneren Menschen zu entwickeln, wurde und wird weiterhin fast ausschließlich der äußere Fortschritt zum alleinseligmachenden Fetisch erkoren, was unweigerlich in die Katastrophe führt! Die Fakten dazu führe ich hier nicht an, da diese für jeden überall sichtbar sind und es selbst die Spatzen schon geraume Zeit von den Dächern pfeifen...(Wer hören will, der höre und wer sehen will, der sehe)

Ich halte diesen Einwand für kurzsichtig. Ja, wir sind immer noch innovativ gegenüber der islamischen, patriarchal geprägten Welt. Aber innovativ waren wir ja auch schon, als es die Verweiberung unserer Gesellschaft noch nicht gab. Damals waren wir eine Kulturnation in sogar noch höherem Grade. Die Wissenschaftssprache war bis dahin Deutsch. Wenn wir jetzt immer noch halbwegs innovativ sind, so weist dies nur darauf hin, das wir von einem Erbe zehren. Und dieses Erbe wird irgendwann verbraucht sein.

Wir waren einstmals kulturell innovativ, gegenwärtig sind wir in der Zerstörung innovativ. Beispielsweise in der Zerstörungdes des Glaubens, von Werten, Menschen, Familien, Natur und Umwelt etc.. Vielfach aufgrund von kapitalistischen Zwangsmechanismen, die u.a. auf Habsucht und Gier beruhen.

Die Nichtanerkenntnis dieser Blindheit muß bestimmbare Gründe haben. Ich sehe deren zwei:

1.
Der geschlechtliche Dimorphismus ist wegen der emotionalen Bindungen, die uns gefangen halten, sehr schwer zu objektivieren. Schon aufgrund unseres Triebwesens kommen wir von den Weibern nicht los. Ohne Objektivierung aber gibt es keine Erkenntnis.

Das Triebwesen ist durchaus zu beherrschen und damit auch von den Weibern los zu kommen. Es braucht viel Selbstdisziplin und ein Streben nach Außerweltlichem, also Spirituellem. (Siehe u.a. Georg Gänswein: Liebe ohne Sex ist möglich und Lenny Kravitz: Ich lebe seit Jahren zölibatär)

2.
Durch das Weiberwahlrecht ist jede politische Erklärung einer Vorrangigkeit des Patriarchats parteipolitisch suizidal. Denn gewählt wird zur Hälfte von Weibern. Und gerade die feministische Lobby ist außerordentlich gut organisiert.

Was den ersten Punkt betrifft, so erklärt er die Blindheit von Männern, die aufgrund ihres Alters oder ihres Nichtwählerstatus keine Rücksicht auf die politische Doktrin mehr nehmen müssen. Sie haben konservative, also anständige Frauen geheiratet, oder sie haben anderweitig eine glückliche Wahl getroffen. Sie nehmen die Schicksale gescheiterter Ehemänner und entsorgter Väter einfach nicht zur Kenntnis. Das ist merkwürdig insofern, als diese gescheiterten Ehemänner und entsorgten Väter so zahlreich sind, daß man ihnen kaum aus dem Wege gehen kann.

Wir leben in einer entsolidarisierten Gesellschaft, aller gegenteiligen Politpropaganda zum Trotz, die das jahrzehntelange Gesellschaftsmotto "Jeder ist sich selbst der Nächste" sehr tief verinnerlicht hat. Also: Hauptsache mir geht's gut, warum soll ich mich mit den Losern abgeben...

Nochmals, ich bin überzeugt, daß wir, die wir in einem Neuem Matriarchat leben, von einem Erbe zehren, das irgendwann aufgebraucht sein wird. Zwar kommen immer noch die meisten technischen und künstlerischen Innovationen von Männern. Doch wenn die politische Doktrin dazu führt, daß Weiber aufgewertet werden, um Männer zu erniedrigen - "Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt eingestellt" -, dann werden die spezifisch männlichen Qualitäten, welche den Fortschritt garantieren, im Grenzfalle nicht mehr ausgebildet werden können. Das Ergebnis ist eine egalitäre, basal reduzierte Gesellschaft.

Wir sind auf dem Wege dorthin.

Ja, im Eiltempo rauschen wir auf den Abgrund zu. Aber was sind die Ursachen? Haben es Männer verursacht oder Weiber? Oder beide Geschlechter?

trel

[image]

Was wirft eine Kultur weiter zurück - Verweiberung oder Islamisierung?

Dekadenzverweigerer, Donnerstag, 14. Juli 2016, 13:01 (vor 492 Tagen) @ Dekadenzverweigerer

Meine Antwort auf Deine Frage in einem Satz: Sowohl Verweiberung als auch Islam sowie ungelebtes Christentum. Alle drei Entwicklungen begünstigen sich gegenseitig und kulminieren derzeit in Europa. Es wird interessant sein, die (weitere Fehl)entwicklung in England zu beobachten, die sich folgendermassen ankündigt:

  • Theresa May wird neue Premierministerin Großbritanniens.
  • Sie krempelt das Kabinett um. Brexit-Befürworter Boris Johnson wird unter anderem Außenminister, David Davis eigener Brexit-Minister.
  • Die britische Politik wird trotz dieser Ernennungen künftig stark von Frauen geprägt werden. May wird die Zahl weiblicher Ressortchefs wohl deutlich erhöhen.
  • May ist der 76. britische Premier, nach Margaret Thatcher aber erst die zweite Frau in dem Amt.

Quelle: Sueddeutsche

Bibel: Ein gläubiger Mensch soll nur Gläubige / Gleichgesinnte grüßen

Dekadenzverweigerer, Donnerstag, 14. Juli 2016, 14:54 (vor 492 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Wir haben Berichte gelesen, wonach muslimische Schüler weiblichen Lehrern die Handreichung verweigert haben.

Warnung vor Irrlehrern

7Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist.

8Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt.

9Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.

10Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht.

11Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.

Grüßen ist freiwillig. Niemand kann dazu gezwungen werden.

T.R.E.Lentze, Freitag, 15. Juli 2016, 01:15 (vor 492 Tagen) @ Dekadenzverweigerer

Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht.

Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.[/i]

In der Leserkommentarspalte irgendeiner Zeitung, die über das hier diskutierte Ereignis berichtete, wurde die Meinung vertreten, daß das Verhalten des Imams gegen die Gleichberechtigung verstoße. Denn seine Verweigerung des Handreichens sei geschlechtsorientiert: einem Mann hätte er ja die Hand gereicht.

Gleichberechtigung? Es gibt kein Recht auf einen Gruß. Das ist der Punkt! Ich bin auch nicht verpflichtet, eine gemischte Gruppe mit "Meine Herren und Damen" anzureden. Ich habe das Recht, meine Begrüßungsformel nur auf die Herren anzuwenden. Damit schränke ich nicht die Rechte einer Teilgruppe ein.

Selbstverständlich wird man aus Gründen der Höflichkeit regelmäßig alle Anwesenden grüßen, auch die Weiber und die Kinder. Aber Höflichkeit und Freundlichkeit und überhaupt die emotionale Zuwendungsbereitschaft können und dürfen nicht gesetzlich geregelt werden. Der Staat ist für die innere und äußere Sicherheit zuständig, nicht für die Nettigkeit.

trel

[image]

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum