Geschlechter-"Gerechtigkeit" (2): Totschlägerin aus Unterlassung muß NICHT ins Gefängnis.

T.R.E.Lentze, Dienstag, 31. Mai 2016, 13:05 (vor 536 Tagen)

Sie kriegte nicht einmal eine Geldstrafe. Sie wurde nur zu Bewährung verurteilt, d.h. sie darf in den nächsten zwei Jahren nicht tun, was sie zu tun wahrscheinlich ohne keine Gelegenheit haben wird.

Ein Vater hatte seinen (?) kleinen Sohn, auf den er eifersüchtig gewesen soll, zu Tode mißhandelt. Dafür wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt - und zwar ohne Möglichkeit der vorzeitigen Haftentlassung, wegen besonderer Schwere der Schuld.

Die Mutter, welche das Vorgehen, das zum Tode ihres Kindes führte, offenbar billigte, konnte als freier Mensch nach Hause gehen. Merkwürdig, denn die Staatsanwaltschaft hatte 7 Jahre und sechs Monate gefordert. Das ist die Strafe, die ein Mann gekriegt hätte.

Mein Eindruck: Der Mann ist verurteilt, die Schuld der Frau mitzutragen.

Was passiert denn bei Rollentausch, d.h. die Mutter quält das Kind zu Tode, während der Vater mitwissend untätig bleibt? Leider habe ich entsprechende Berichte nicht gespeichert, aber soweit ich mich entsinne, wurde der Vater immer hart bestraft, und die Mutter nicht allzusehr. Sie stand unter Leidensdruck, heißt es dann. Für einen Mann wirkt sich genau das erschwerend aus.

Wir leben, erstmals in der Kulturgeschichte, in einem echten Matriarchat, d.h. in einer Gesellschaft, wo die Mütter rechtlich bevorteiligt sind. Sie dürfen "ihre" Kinder, solange sie noch nicht geboren sind, folgenlos töten; die Kosten werden sozialisiert. Ein Mann jedoch, der als Arzt einen Kunstfehler begeht mit der Folge einer Totgeburt, wird wegen Totschlag bestraft.

Dies ist eine schreiende Ungerechtigkeit. Dies ist pervers. Aber wenn die Männer nicht dagegen aufstehen, dann wird sich auch nichts ändern. Ich mache wenigstens den Mund auf. Die Folgen auf mich zu nehmen, habe ich mich bisher nicht gescheut. Siehe unten.

trel
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