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"Spiegel"-Redakteurin setzt "Homophobie" gleich mit sexueller Gewalt.

T.R.E.Lentze, Freitag, 16. Februar 2018, 23:45 (vor 272 Tagen)

Siehe: Sexuelle Gewalt in der Entwicklungshilfe - Sauberes Image, schreckliche Wirklichkeit, von Johanna Sagmeister.

Darin geht es um sexuelle Übergriffe unter Entwicklungshelfern. Und wie aus natürlichen Gründen nicht anders zu erwarten, sind die Täter meist männlich, die Betroffenen ("Opfer") meist weiblich. Da die eigentliche Tätigkeit oft in rechtsfreien Räumen stattfindet, laufen Anzeigen ins Leere. Natürlich könnten die "Opfer" anderswo arbeiten, tun sie aber nicht.

Überrascht hat mich an der Meldung nichts - außer ein Satz, der lautet wie folgt:

Dadurch sei ein System entstanden, in dem Mitarbeiter zwar für Menschenrechte kämpften, gleichzeitig aber auch sexuelle Gewalt oder Homophobie ausleben könnten.

Oder Homophobie. Da frage ich mich: Was hat die Erwähnung von "Homophobie" hier zu bedeuten? Homophobie auszuleben heißt in diesem Zusammenhang - Übergriffigkeit unter Kollegen - doch wohl, daß jemand sich auf einen gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakt nicht einlassen will. Das ist eine Abwehrhaltung gegen mögliche Übergriffigkeit.

Wenn nun, wie hier, sexuelle Gewalt und "Homophobie" in einem Atemzug genannt werden, und zwar in einem Kontext, in dem es ausschließlich um Tätlichkeiten geht, dann wird der Leser auf Sinnsuche geschickt. Eine mögliche Deutung ist die, daß Vergewaltigungen nur dann als solche gelten, wenn sie zwischen Heterosexuellen stattfinden, wobei dann freilich, aus natürlichen Gründen, die Täter-Opfer-Zuordnung feststeht: Mann ist (Straf-)Täter, Weib ist Opfer.

Der zitierte Satz ist symptomatisch für die linksgrüne Ideologie, in welchem die Mainstream-Presse gründet. Es sickert plötzlich etwas durch, nämlich der ebenso zwanghafte wie heimliche Wille zur sexuellen (Volks-)Umerziehung. Wir sollen uns von normaler Sexualität möglichst verabschieden, und wenn wir wunschgemäß schwul geworden sind, dann dürfen wir tun, was uns bisher verboten war. Sexuelle Gewalt unter gleichgeschlechtigen Erwachsenen wird nicht geächtet, denn es fehlen hier die eindeutigen Zuordnungen. Da gibt es keine Gruppe mehr, welche die Täter stellt, und keine, welche die Opfer stellt. Alle sind gleich. Das ist also dann kein Thema mehr.

Mein zunehmender Eindruck ist folglich, daß es in diesem Journalisten-Milieu letztes Endes um unsere Umerziehung geht, mit Zielsetzung erlöschender Fortpflanzungsfähigkeit derer, "die schon länger hier leben", nicht der Fremden. Das Thema ist jeweils nur vorgeschoben.

trel

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