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Mehr noch: So ist es ganz klar auch gemeint

admin ⌂ @, Mittwoch, 22. November 2017, 23:11 (vor 22 Tagen) @ Dekadenzverweigerer

Ob der Salonlinke Augstein sich dessen bewußt ist...?

Natürlich ist er sich dessen bewußt. Er ist doch kein einsamer Blogger, der noch aufs Googeln angewiesen ist. Der Augstein hat viele erfahrene Rechercheure und Juristen in seinem Haus, die wiederum beste Beziehungen zu Politik und Wirtschaft unterhalten. Er hat nichts zu fürchten.

Wenn jemand schreibt, ich zitiere:

Aber in der neuen Geschlechterdebatte geht es darum, die Gewichte der Macht zu verschieben - und das geht nicht ohne Gewalt ab.

Es ist schon so: wenn die Frauen ihre Furcht verlieren sollen, müssen die Männer diese Furcht erst selbst kennenlernen.

und weiter oben:

Denn wir brauchen in der Tat eine Revolution. Eine neue sexuelle Revolution. Wie jede Revolution wird auch diese hier nicht ohne Opfer abgehen. Das ist eine Feststellung, keine Rechtfertigung.


dann ist dies ein Aufruf zur Gewalt und ein Versuch der Störung der öffentlichen Ordnung. Im Grunde ist das justiziabel - wenn das Ziel der herbeigewünschten Gewalt nicht ausgerechnet weiße alte Männer wären. Die sind heute vogelfrei. Beträfe es Frauen, Juden, Neger oder "Schutzsuchende", dann wäre der Autor eines solchen Aufrufs längst im Knast.

Insbesondere der Satz "Das ist eine Feststellung, keine Rechtfertigung" zeigt den Zynismus auf, der aus einer völlig gewissenlosen Einstellung folgt. Daß Unschuldige zu Opfern werden, das ist für Augstein ein Automatismus, keine unschöne Nebenwirkung. Wo gehobelt wird, da fallen Späne, hätte er auch schreiben können. Und gehobelt werden muß jetzt - seiner Überzeugung nach. Der Mann geht über Leichen, wenn es dann so weit ist. Seine Gewissenlosigkeit ähnelt der eines Massenmörders, der glaubt, aus geschichtlicher Notwendigkeit handeln zu müssen. Es ist die Idee, welche einer jeden sozialistischen Revolution zugrundeliegt.

Und noch so ein Zynismus:

Diese eigenartige Sorge, dass die Rechtschaffenen im gleichen Topf gekocht werden könnten wie die Täter und Schurken.

Ist es nicht die Aufgabe der Justiz, uns diese Sorge zu nehmen? Hier spricht der reinste Hohn, die Verhöhnung der mutmaßlichen Opfer einer lustvoll fantasierten Lynchjustiz und eines herbeigesehnten Unrechtsstaates.

An Augsteins Kolumne zeigt sich mit seltener Klarheit die Verflechtung von Journalismus, Politik und Justiz.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)


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