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Bildungsanstalt

admin ⌂ @, Montag, 16. Oktober 2017, 00:06 (vor 34 Tagen) @ Stephan

Die "Wertevermittlung", die heute in der Schule stattfindet, ist sicher nicht die Wertevermittlung, die sich ein gesunder Mensch vorstellt.

Soweit stimme ich dir zu.

Und Erziehung geht schon mal gar nicht. Das ist einzig und allein Sache der Eltern (Artikel 6 GG).

Sehen wir uns den Originaltext an:

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Von "einzig und allein" steht da nichts. Vielmehr folgt eine Einschränkung.

Der Lehrer setzt seine eigene persönliche Wertung an die Stelle der vertretbaren Wertung des Schülers. Das führt zu Willkür.

Er setzt seine Wertung nicht an die Stelle von der des Schülers, sondern eventuell ihr gegenüber. Und Wertungen werden auch nicht benotet. Ich meine natürlich den Normalfall.

Der Lehrer hat sich mit persönlichen Standpunkten zurückzuhalten.

Da sind wir verschiedener Meinung. In der Standpunktlosigkeit sehe ich ein Übel. Es geht ja auch nicht darum, den eigenen Standpunkt durchzusetzen. Es geht um ein Modell, an welchem das Kind seinen eigenen Standpunkt feststellen kann, sei es zustimmend, sei es ablehnend. Ohne ein solches Modell gibt es keine Orientierung.

Wir sehen also, wohin es führt, wenn die Schule sich zu einer falschen Moralinstanz aufspielt.

Es handelt sich hier um eine Erziehungsfrage. Das ist Sache der Eltern und das hat auch seine Richtigkeit. Überläßt man das der Schule, dann passiert es, daß plötzlich Linke und Perverse ihre eigenen "Werte" vertreten und in die Köpfe unserer Kinder setzen.

In dem Falle dürften aber auch die Eltern, d.s. heute vor Allem die Mütter, versagt haben. Im Übrigen sollte man den Einfluß vermittelter Weltbilder nicht überschätzen. Wir sehen ja an dem Wahlverhalten der Mitteldeutschen, daß gerade die politische Manipulation (wie sie in der DDR üblich war) eher zu Kritikfähigkeit erzieht.

die Frage ist: Welchen Beitrag kann und darf die Schule dazu leisten? Die Schule leistet ihren Beitrag in der objektiven Wissensvermittlung. Sie ist nicht für alles zuständig.

Erziehung geht niemals allein von den Eltern aus, sondern vom gesamten Umfeld. Dazu gehört auch viel Unterschwelliges. Trennen läßt sich das alles kaum.

Nochmals: Ich lehne deine These radikal ab. Allenfalls stimme ich dir darin zu, daß die heutige Schule ihre Aufgaben schlecht erfüllt. Die Aufgabe, die sie relativ noch am besten erfüllt, ist freilich die Wissensvermittlung, und zwar deshalb, weil diese am meisten mit Objektivität zu tun hat. Das darf aber nicht zu moralischer Abstinenz führen. Andernfalls könnte man auch den Eltern die Erziehung verbieten, weil heute vermutlich die wenigsten Eltern ihre Erziehungspflicht so wahrnehmen können, wie es früher möglich und üblich war, als der Staat noch nicht die Folgekosten trug.

Schlechte Lehrer sind besser als gar keine, so wie schlechtes Essen besser ist als gar keines. Und mit Lehrern meine ich jetzt eben nicht die bloßen Wissensvermittler. Dein Standpunkt entspringt einer Resignation, die nihilistische Züge trägt. Damit verbauen wir uns die Zukunft, die wir wünschen.

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)


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