Wissenschaft? Anmerkung

Der/Anarchist, Mittwoch, 13. September 2017, 11:51 (vor 67 Tagen) @ admin

"Im Grunde stimmen wir überein. Beachte aber, daß ich Wissenschaft nicht als Religion bezeichne"


Das habe ich auch genauso verstanden, nur habe ich mich dann in meiner Antwort falsch ausgedrückt. Das passiert manchmal, wenn man schnell schreibt und dann noch mitten in der Nacht. Dann wird der Ausdruck etwas schlampig ;)

"Ich halte ihn für mutig"

Er wohnt und schreibt von der Insel, GB. Und ich denke, er hat nicht wirklich den Mut, gegen die Ansichten der Diefenbach zu schreiben. Sie nämlich hatte irgendwo einmal "doziert", war also Lehrer. Würde er das Geschlecht mit einbeziehen, wendet er sich folglich auch gegen Diefenbach.

"Volle Zustimmung. Wobei es paradox wirkt, daß ausgerechnet Sozialwissenschaftler die soziale Realität verleugnen. Wären es Physiker, Mathematiker oder Informatiker, so wäre das naheliegender." 


Wieso naheliegender? Die Gebiete jener Wissenschaftler sind andere. Sie würden und müssten nichts leugnen. Im Gegenteil besitzen sie Methoden, die zu Erkenntnis führen, wissen, daß Theorien durch neue Erkenntnisse umgestoßen werden können. Theoretisch könnten die Sozialwissenschaftler ähnlich verfahren, nur eben auf ihrem Gebiet. Weshalb aber immer mehr verbaler Müll als Erkenntnis verkauft wird, liegt doch an den "Forschern" selbst. Sie sind nicht mehr Wahrheitsorientiert, sondern Ergebnisorientiert. Das hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun. Aber warum ist das so? Weil es eben Menschen sind, die politische, ideologische, individuelle Interessen verfolgen. Wissenschaft hat nur dann einen Sinn, wenn man an den Erkenntnissen interessiert ist, nicht an gesellschaftlichen Einfluß. Denn Wissenschaft ist keine Idee, sondern ein Mittel, die Gesetze der Natur zu entdecken. Denn die Gravitation, das heliozentrische Weltbild etc gab es vor dem Menschen und wird auch nach ihm geben. Aber durch die Wissenschaft sind diese Dinge für den Menschen erst sichtbar geworden. Und zu diesen Gesetzen gehört auch der Mensch selbst. Wer z.B. die Zweigeschlechtlichkeit leugnet, entfernt sich von wissenschaftlicher Erkenntnis.


"Ja, das Problem mit den "zu vielen aufgeklärten Männern" kenne ich. Ich bin ja auch angefeindet worden ausgerechnet von Männern, mit denen mich - dem Anschein nach - dasselbe Ziel verbindet..."


Das ist leider wirklich ein Problem. Denn durch derartiges Verhalten gewinnt der Feminismus an Macht.


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