Die Zweigeschlechtlichkeit zerfällt nicht, sondern die westliche Welt.

T.R.E.Lentze, Donnerstag, 07. September 2017, 10:43 (vor 16 Tagen) @ Der/Anarchist

Die Zweigeschlechtigkeit zerfällt nicht, sondern die westliche Welt zerfällt in Dummheit und Schwäche

Unglaublich von wieviel Dummheit ich umgeben bin in meiner Zeit.

Da uns die Feminismus-Kritik verbindet, möchte ich dir ungern widersprechen. Aber was nützt es, sich über die Dummheit aufzuregen? Das tun doch alle unsere Zeitgenossen reihum, von links bis rechts, und alle haben ihre eigenen Argumente, und alle stehen miteinander in Widerspruch.

Wir müssen einfach hinnehmen, daß die Menschheit evoluiert. Nehmen wir als Beispiel einen Jugendlichen oder Heranwachsenden, der durch sein Verhalten die Eltern und Lehrer irritiert und ratlos macht. Er evoluiert einfach nur, ist dadurch orientierungslos, und weiß selbst nicht, was er will. Also experimentiert er mit neuen Verhaltensweisen, über deren Sinn und Auswirkung er sich noch nicht im Klaren ist.

So sehe ich auch unsere gegenwärtige Gesellschaft, insbesondere unsere "Eliten". Es ist auch bezeichnend, daß die absurdesten Experimente an den Universitäten stattfinden. Dort wirken die Kopfmenschen, die Zeit und Geld genug für solche Experimente haben. Und du dürftest recht haben, wenn du sagst, daß die neuen Geschlechter-Konstrukte sich nicht halten werden.

Ich rege mich darüber nicht mehr auf, weil ich, wie gesagt, diese Entwicklung mit der eines Pubertierenden vergleiche.

Allerdings bin ich als Christ der Meinung, daß der Sexus tatsächlich im Zerfallen ist, und daß wir dies auch nicht werden verhindern können. Das wird zwingend Probleme hervorrufen, und wir müssen Lösungen finden. Staatliche Eingriffe sehe ich nicht als hilfreich. Ich vermute, daß die Menschheit sich differenziert in, grob gesagt, zwei Strömungen: Solche, die trotz der sexuellen Devolution an den tradierten Formen festhalten, jedoch zunehmend technischer Hilfsmittel bedürfen, um sich fortzupflanzen; und eine andere, viel kleinere Strömung, die sich als Art nicht mehr fortpflanzt, sondern Möglichkeiten findet, sich individuell zu erneuern.

Aus meiner Sicht stehen die Genderisten irgendwo dazwischen. Die Tradition wird von ihnen abgelehnt (außer, um die Ehe zwischen Pervertierten einzuführen). Anderseits haben sie auch nichts am Hut mit der durch Christus vermittelten Auferstehungskraft. Wie alle Sozialisten, so wollen auch sie ein Paradies in pervertierter Form, nämlich auf Erden, das heißt, unter Beibehaltung materialistischer Vorstellungen. Und da der Sozialismus einerseits intolerant ist und anderseits zur Verstaatlichung drängt und sich also Machtmittel aneignet, führt das grundsätzlich zur Katastrophe.

Du siehst, ich setze mich mit fremden Denkweisen - auch mit deiner! - auseinander.

trel

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