Nachteile des Genderismus

T.R.E.Lentze, Mittwoch, 06. September 2017, 14:38 (vor 18 Tagen) @ morgana

Ich finde das ist eine sehr gute und fortschrittliche Idee, die die individuelle Entfaltung und den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit fördert. Wer sollte dadurch einen Nachteil haben?

Zunächst einmal: "Fortschrittlich" sollte man nicht gleichzusetzen mit "gut". Sowohl Gesundungs- als auch Krankheitsprozesse schreiten fort, letztere oft bis hin zum Tod.

Tatsächlich ist der sexuelle Dimorphismus, deutsch: die Zweigeschlechtigkeit, im Zerfall begriffen. Ganz offensichtlich degeneriert oder devouliert der Mensch sexuell. Ich als Christ sehe darin eine notwendige Entwicklung, denn mit der Überwindung des Todes wird auch die Notwendigkeit der generativen Fortpflanzung aufgehoben. Der Tod ist nämlich die Ursache der Sexualität. Letztere verhindert zwar den Tod der Art, aber nicht den Tod des Individuums. Sie ist also eine vergebliche, weil immer nur punktuelle Tod-Überwindung.

Ich stimme dir also insoweit zu, daß ich sage: Die fortschreitende Pervertierung der Sexualität wird sich nicht verhindern lassen. Daher sind diesbezügliche Werturteile unangebracht.

Worin ich dir nicht zustimme, ist die Normierung oder Verstaatlichung dieses Vorgangs. Facebook ist annähernd so mächtig wie ein Staat, und Facebook nutzt diese Macht auch.

Der Staat übernimmt heute die Funktion, die eigentlich der Kirche zugedacht ist, von dieser aber nicht wahrgenommen wird. Es handelt sich also um einen Betreuungs- und Erziehungsstaat.

Problematisch an diesem Funktionsträger-Wechsel ist, daß der Staat Zwangsmittel einsetzen kann und sie tatsächlich auch einsetzt. Die Kirche tut das nicht, jedenfalls gegenwärtig nicht. Sie tat es auch früher nur insoweit, als sie sich mit dem Staat verbündete. Diese Verbündung ist aber bereits eine Verfallserscheinung. Denn niemand kann zum Glauben gezwungen werden, allenfalls zur Heuchelei.

Und das ist es, was der Staat gegenwärtig macht: er zwingt uns zur Heuchelei. Die meisten von uns tun nur so, als ob sie die Privilegierung der Pervertierten und der Weiber richtig finden.

Was nun im Besonderen die Gendersprache betrifft, um die es hier geht, so erleidet die Demokratie hierdurch Schaden. Denn Demokratie bedeutet nichts anderes als Volksherrschaft oder Herrschaft der Mehrheit. Wenn ich aber - nur als Beispiel - meinen Job verliere, nur weil ich öffentlich bekenne, Normalität als wertvoller einzuschätzen als Perversität, dann ist das gleichbedeutend mit Minderheiten-Herrschaft. Also das Gegenteil von Demokratie.

Übrigens habe ich nichts gegen eine Minderheits-Herrschaft. Aber diese Minderheit soll dann aus wertvollen und vorbildlichen Menschen bestehen. Das nennt man Aristokratie.

Fazit:

Die zunehmende Pervertierung der Sexualisierung ist jenseits einer moralischen Kritik, denn sie spiegelt einen durch Christus eingeleiteten - oder durch ihn nicht verhinderten - Vorgang. Hingegen ist die Politisierung desselben äußerst gefährlich. Sie kann Folge haben wie die anderen Sozialismen auch, siehe Hitler und Stalin.

trel

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