Meine persönliche Erfahrung

T.R.E.Lentze, Montag, 28. August 2017, 17:01 (vor 26 Tagen) @ Alfred

Dass das Kind parentalisiert, also von der Mutter aufgehetzt sein könnte, daran verschwendet die Justiz keine Gedanken.

Ich glaube vielmehr, daß den Richterinnen das klar ist. Und auch, daß viele von ihnen das wohlwollend begleiten - sofern die Hetze von der Mutter kommt. Ich war kurz vor einer Kindesbefragung durch die Bonner Familienrichterin einmal Augen- und Ohrenzeuge einer mütterlichen Beeinflussung.

Die Mutter hatte unseren Jungen, der bei ihr lebte oder leben mußte, mitgebracht. Wir erwarteten in der Nähe unserer jeweiligen Rechtsanwälte den Aufruf der Richterin. Ich hatte keine Möglichkeit, mit meinem Sohn verbal zu kommunizieren. Gelegentlich blickte er er zu mir herüber, verunsichert, hilfesuchend.

Als die Richterin erschien und ihn aufrief, zischte die Mutter ihm, mit sehr drohender Artikulation und Miene, zu:

"Du weißt, was du zu sagen hast!"

Vermutlich hat es auch die Richterin gehört. Aber die machte aus ihrer Parteinahme sowieso gar keinen Hehl. Was sich zwischen ihr und dem Jungen im Befragungszimmer abspielte, blieb uns verborgen.

Während des nächsten Umgangswochenendes sagte mein Junge, er habe sich für einen Aufenthalt bei mir ausgesprochen, und wirkte dabei ganz zufrieden. Im folgenden Gerichtsentscheid hieß es allerdings, er habe weiterhin bei der Mutter leben wollen, und dem Willen des Kindes (!) werde hiermit Rechnung getragen.

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Kennzeichnend für die staatliche und mediale Darstellung ist immer, daß beide Elternteile am Kinde zerrten, und daher eine Entscheidung "zum Kindeswohl" notwendig ist. Warum die in etwa 90 % zugunsten der Mutter ausfällt, m.a.W., warum die Passage in Art. 3,2 GG, die lautet,

Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin,

nicht beachtet wird, bleibt ungeklärt.

Pikant finde ich besonders, daß die Wegnahme des Kindes aus dem väterlichen Bereich mit dem Elternstreit gerechtfertigt wird. Das führt nämlich dazu, daß den Müttern seitens ihrer Anwältinnen immer geraten wird, auf keinen Fall den Eindruck eines elterlichen Konsens aufkommen zu lassen. Es nützt den Vätern nichts, und nützte auch mir nichts, die väterliche Bereitschaft zur Einigung glaubhaft zu machen. Denn zur Einigung gehören ja immer zwei.


Pikant ist das deswegen, weil die Justiz eigentlich ja dazu da ist, einen Streit zu beenden. In diesem Fall besonders, weil das Kind durch den Streit den größten Schaden erleidet, und dem Kindeswohl also gerade nicht gedient wird. So aber lohnt es sich für die Mutter - niemals für einen Vater! -, einen unaufhebbaren Dissenz zu bekunden.

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Stünde ich noch einmal in der Ausgangssituation eines Sorgerechtsstreites (aber dazu wird es sicher nicht mehr kommen), so würde ich die Mutter vor die Wahl stellen: Entweder du kommst zur Vernunft, oder du kannst mit dem Kind definitiv verschwinden und siehst mich nie wieder, und Geld kriegst du auch nicht. Streiten werde ich mich nicht. - Natürlich ist das eine sehr folgenreiche Entscheidung, aber letztlich dürfte sie billiger und nervenschonender sein. Ich habe übrigens niemals Unterhalt gezahlt und werde es auch nicht tun.

Die Einwanderer sind da übrigens im Vorteil. Die bilden Parallelgesellschaften und regeln derartige Angelegenheiten familiär. Mit dem Aussterben der Deutschen ("die schon länger hier sind", so Frau Merkel) dürfte dann auch die Scheidungs-Industrie zusehends brotlos werden. Übrigens ist die Justiz keineswegs so unabhängig, wie manche glauben. Jedenfalls nicht im Familienrecht. Auch da habe ich gewisse Beobachtungen gemacht. Absprachen zwischen Richterinnen, Anwältinnen und sonstigen Profiteuren sind die Regel. Sie alle leben vom Elternstreit.

admin

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