Stolz berichtet die Lumpenpresse über Sexualrassismus

Achim, Mittwoch, 09. August 2017, 10:45 (vor 44 Tagen)

Wegen ungerechter Entlohnung | Australisches Café kassiert Männer-Aufschlag

In einem Café der australischen Millionenstadt Melbourne werden Männer seit kurzem extra zur Kasse gebeten: Das „Handsome Her“ (in etwa: „Hübsche Sie“) schlägt bei Männern 18 Prozent auf den Preis drauf – aus gutem Grund, zumindest wenn es nach den Inhaberinnen geht.

Melbourne. Auf einer Kreidetafel gleich am Eingang wird dies damit begründet, dass Männer in Australien immer noch mehr verdienen als Frauen – nach einer kürzlich veröffentlichten Studie 18 Prozent. Das zusätzlich eingenommene Geld fließt angeblich in Frauenprojekte.

Das vegane Café im In-Stadtteil Brunswick versteht sich selbst als „Platz von Frauen für Frauen“. Mitgründerin Alexandra O'Brien erläuterte im Fernsehsender Channel 7, dass der Aufschlag nur eine Woche pro Monat verlangt werde und auch freiwillig sei. „Bislang hat sich noch niemand geweigert zu bezahlen. Das geht ja auch an einen guten Zweck.“ O'Brien fügte hinzu: „Wenn ein Mann das nicht zahlen will, schmeißen wir ihn nicht raus.“ Die Tage nach der Eröffnung des Cafés seien dennoch turbulent gewesen, schreibt die Inhaberin auf Facebook: „Unglaublich, was so eine kleine Tafel auslösen kann“. Gleichzeitig dankte sie ihren Angestellten: „Es ist nicht alltäglich, dass dich dein Boss in die Schusslinie des Feminismus stellt und du binnen kürzester Zeit zur Kämpferin für eine gute Sache wirst und verteidigen musst, wo du arbeitest.“

Die Kommentare unter dem Facebook-Eintrag sind größtenteils positiv. „Brilliant“, schreibt eine Userin versehen mit dem Hashtag #smashthepatriarchy. „Großartiges Konzept. Ich komme demnächst und bringe meinen Freund mit, damit er die Männersteuer zahlt“, eine andere. Auch von Männerseite gibt es positiven Zuspruch: „Toll, dass ihr den Mut habt, die Gebühr zu nehmen, um die ungerechte Bezahlung auszugleichen.“

Falls der Aufschlag verbindlich wäre, müsste das „Handsome Her“ auch mit einer Beschwerde rechnen. Die australischen Gesetze zum Schutz vor Diskriminierung sind recht streng. Trotz etlicher positiver Kommentare gibt es in den sozialen Netzwerken einiges an Spott und Kritik. Ein Mann schrieb: „Wenn das andersrum wäre, gäbe es einen Aufstand in den Straßen.“

Quelle: Lokale Lumpenpresse

Warum arbeiten Frauen dann nicht in den gutbezahlten Männerjobs? Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibts ja laut GenderGaga nicht. Also dürfte das doch kein Problem sein.

:-D


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