Scheitelpunkt der (deutschen) Geschichte: Christi Auferstehung oder die Shoa?

Der/Anarchist, Mittwoch, 07. Juni 2017, 02:39 (vor 165 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Ich will nur auf den ersten Teil eingehen und dem widersprechen. Mein Vater war im Prinzip auch Opfer des Nationalsozialismus: Hitlerjugend und Krieg mit anschließenden dreijährigen Gefängnis in Ural, wo er fast gestorben wäre. Mein Vater hat den Krieg und die Gefangenschaft nie überwunden. Er trank zu viel und war schwach. Im gewissen Sinne war ich ein Opfer des Nationalsozialismus. Aber ich betrachte mich nicht als Opfer. Weil ich nicht selbst davon betroffen war. Was mein Vater erlebte, ist mir fremd. Ich bin nur von dem betroffen, was ich erlebte. Und es mag, (objektiv? subjektiv?) vom Nationalsozialismus beeinflusst worden sein, aber ich selbst sehe das anders. Weil ich persönlich keine Beziehung zu jener Zeit habe. Unwichtig, ob mein Vater daran gelitten hat. Wir Menschen erleben die Welt erst ab dem Zeitpunkt, wenn langsam das Bewusstsein in unserem Kopf ist. Einerseits sind wir von unseren Genen, von unserer (geschichtlichen) Vergangenheit geprägt, aber seien wir ehrlich: wir tragen keine Verantwortung für die Taten unserer Ahnen...weil wir erst Leben von Punkt 1 bis Punkt 2. Das heißt wir tragen nur die Verantwortung für unser Leben!


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