Priester sind keine Moralwächter, sondern Vermittler zur geistigen Welt.

Der/Anarchist, Dienstag, 07. März 2017, 04:21 (vor 199 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Du irrst, wenn Du behauptest, ich würde persönliche Erfahrungen verallgemeinern. Ich bin zwar getauft* worden (evangelisch), aber habe keine besonderen (negative wie positive) Erlebnisse gehabt, die ich nun versuche zu verallgemeinern. Du beantwortest im Grunde selbst etwas später meine Kritik, indem Du schreibst: "Normalerweise hat der Priester ein höheres moralisches Niveau als der Normalmensch, weil die Bezogenheit auf eine höhere Welt und somit die Selbstlosigkeit (wozu oft auch das Zölibat gehört) sein Beruf ist. Dann ist er natürlich auch moralisch "kompetent", das heißt, er genießt diesbezüglich eine natürliche Autorität...".

Für mich ist der Priester deshalb eben nicht moralisch "kompetent", da ich diese höhere Welt als nicht existent ansehe. Deshalb ist er für mich auch weder eine Autorität, noch steht er moralisch über mir.

Auch wenn ich die Aufgabe des Priesters etwas vereinfacht habe, ist das "Moralisieren" ein Teil seiner Aufgabe, wenn auch eher passiv, d.h. auf Grund seiner Autorität, die er genießt.


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Nein, in dem Fall gebe ich Dir recht. Das war semantisch etwas flapsig, den Feminismus als Sekte zu bezeichnen.


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Meine beiden Fragen waren mehr rhetorischer Natur. Ich wollte damit verdeutlichen, dass es keine einzig wahre und richtige Moral gibt. Selbst Aristoteles, Du nanntest ihn, erkannte, dass sich keine Ethik auf die gesamten Menschen übertragen lasse.


* ich bin längst aus der Kirche ausgetreten.


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