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Das Wesen der Hexerei

admin ⌂ @, Freitag, 03. Februar 2017, 14:35 (vor 232 Tagen) @ Bernhard

Man will gezielt von der eigentlichen Intention der damaligen (und natürlich auch heutigen!) RKK ablenken: Mann sucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass erkannt werde, dass durch die Hellsichtigkeit und Hellfühligkeit (Heiligkeit!) der zahllosen Opfer - Frauen und Männer und Kinder! - die Wahrheit von der geistigen Welt bzw. von der esoterischen Christus-Lehre ans Licht gekommen - und hierdurch folglich die Welt-Macht Roms gefährdet gewesen wäre...

Du hättest dazuschreiben sollen, daß das die Meinung gewisser anthroposophischer Kreise ist. Ich sehe das mehr aus Abstand, und Nicht-Anthroposophen, die hier lesen und schreiben, verstehen das überhaupt nicht.

Ich bin auch nicht des Glaubens, daß Menschen hauptsächlich verbrannt wurden, weil sie - mutmaßlich oder tatsächlich - über Erkenntnisse der höheren Welten verfügten. Dann hätten übrigens nur Männer verurteilt werden müssen. Tatsächlich wurden an manchen Orten mehr Männer als Weiber hingerichtet. Auch Albertus Magnus ("doctor universalis"), der Lehrer des Thomas von Aquin, wurde zeitweilig der Hexerei verdächtigt, weil er ein sorgfältiger Beobachter der Natur gewesen ist, was ihn dazu führte, viele bisherigen Vorurteile und abergläubische Überlieferungen infrage zu stellen.

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Feministen haben die Vorstellung in die Welt gesetzt, es habe sich bei den Hexen lediglich um "wissende Frauen" gehandelt. In Wahrheit hat es zu jeder Zeit viele wissende Männer, aber wenige wissende Weiber gegeben. Stattdessen hat es immer viele Weiber mit atavistischen schwarz-magischen Fähigkeiten und entsprechenden Absichten gegeben. Das sind die Hexen im eigentlichen Wortsinne. Und daß diese, falls sonst kein Mittel (Verbannung, Einkerkerung) mehr half, zuletzt verbrannt wurden, ist rational. Bezeichnenderweise wurden sie auch fast immer von Weibern denunziert - von "Kolleginnen", oder von den Opfern ihrer Praktiken.

In Afrika habe ich das Hexenwesen ganz aus der Nähe kennengelernt. Kein Mensch, auch kein Intellektueller, zweifelt dort an der Existenz von Hexen. Sie sind Alltagsgespräch. Ob ihre magischen Praktiken die Wirkung haben, für die sie bezahlt werden, kann ich freilich nicht beurteilen. Worauf es ankommt, ist doch auch eher, daß es unzählige Weiber gibt, die eine Hexe bezahlen in der Erwartung, daß ihre Nachbarin geschädigt wird, d.h. daß sie krank wird, oder daß in kurzer Zeit alle ihre Haustiere zugrundegehen. Es sind die bösen Absichten, auf die es aus feminismuskritischer Sicht ankommt.

Männern wird eine derartige Haltung weniger häufig zugesprochen. Männer befassen sich mit größeren, etwa politischen Zusammenhängen. Die Wesen, die von ihnen angerufen werden, sind eher Himmelswesen, während Hexen mit irdisch-unterirdischen Mächten kooperieren. Darum sind es in der Regel auch "weise Männer", die in der Lage sind, eine Hexe zu identifizieren. Diese Männer, so wurde mir gesagt, versuchen dann, meist mit Erfolg, die Hexe zur Einsicht und Umkehr zu bewegen.

Es hat seinen guten Sinn, daß die Kirche die Hexen verfolgt hat. Das Christentum ist eine himmel-zugewandte Religion; das Hexentum erwächst aus archaischen, atavistischen irdisch-unterirdischen, insofern "teuflischen" Mächten. Daß diese zur Entartung neigen, wenn ihre Zeit abgelaufen ist, sollte nicht verwundern. Und mit der Zeit des Christentums, also der Evolution des Neuen Menschen, ist eben die Zeit der irdischen - weiblichen - Götter abgelaufen.

Grüße
admin/trel

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)


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