Tja Mädchen...Das habt ihr jetzt von eurem Feminismus!

T.R.E.Lentze, Samstag, 17. Dezember 2016, 12:17 (vor 280 Tagen)

Ich frage mich selbst, ob es ein häßliches Gefühl ist, das mich diesen Artikel schreiben läßt. Nämlich die Schadenfreude.

Nun, ich muß sagen, daß ich zur Zeit meiner großen Niederlagen vor Gericht (in Zusammenhang mit einem Sorgerechtsstreit, sodann wegen angeblicher häuslicher Gewalt, ja angeblicher Volksverhetzung) immer aufgeatmet habe, wenn auch "die Gegenseite" einmal schlecht weggekommen ist. Aber das alles ist nunmehr Vergangenheit. Sicher habe ich noch Spuren dieses Ressentiments in mir, aber ich strebe an, diese völlig zu überwinden. So will es auch mein christlicher Glaube.

Bedenken wir: Die meisten Weiber sind keine Feministen, sehr wohl aber Opfer des Feminismus. Der Feminismus hat uns alle gleichermaßen verraten. Das kommt auch in dem "Spiegel"-Beitrag zum Ausdruck, aus dem ich nachfolgend zitiere.

Seit drei Monaten bin ich nach über sieben Jahren Beziehung wieder Single. Obwohl ich selbst den Schlussstrich gezogen habe, [Anmerkung von trel: Hier täte eine Selbsthinterfragung not] ist der erste Schreck natürlich groß: Die erste Nacht im leeren Bett, der erste Abend allein vor der Glotze, Fertiggerichte, ein Teller, eine Tasse.

Als ich jedoch nach einigen Wochen aus meinem Schneckenhaus der Trauer krieche, ist der nächste Schreck umso größer: Ich hatte ja keine Ahnung, wie furchtbar anstrengend das Leben als Single geworden ist. Die wahre Liebe begegnet einem zufällig und im analogen Leben, dachte ich immer. Da werden Blicke ausgetauscht, man kommt sich langsam und mit angemessener Schüchternheit näher und schließlich keimt die erste zarte Knospe der Liebe auf. [...]

Ist sie vielleicht nicht hübsch genug? Das allein wird es wohl nicht sein:

Ich frage die auffallend hübsche Mädels-Clique meiner Single-Freundin Cora, die gern über Clubs, Männer und Tinder reden, ob sie denn nicht auch häufig einfach so jemanden kennenlernen würden. Alle verneinen. "Ich wurde ewig nicht mehr auf offener Straße angesprochen", sagt Cora. "Ich glaube, seitdem es Tinder und die ganzen anderen Apps gibt, haben es die Männer einfach nicht mehr nötig, ihren Mut zusammenzunehmen und Frauen direkt anzusprechen. Die sitzen in der Bahn und tindern, auch wenn ihnen eine coole Frau direkt gegenübersitzt." Die anderen nicken.

Über die tieferen Gründe macht sie sich keine Gedanken. Immerhin versucht sie es nun selbst mit "Tinder". Doch das bringt ihr nix:

endeten Unterhaltungen einfach so. Nach stundenlangem Hin- und Herschreiben kommt keine Nachricht mehr zurück. Zudem werde ich ständig gefragt, in welchem Bezirk ich wohne - und zwar offenbar nicht aus Neugierde, sondern aus Bequemlichkeit: Ist mein Wohnort mehr als fünf Kilometer entfernt, haben viele schon gar keine Lust mehr weiterzuschreiben.

Sie fragt sich, warum es nicht klappt. Daß das begründungslose Einen-Schlußstrich-ziehen (siehe oben) ursächlich sein könnte, das erwägt sie freilich nicht. Doch unter den Antworten, die sie sich selbst gibt, ist wie beiläufig auch diese eingestreut:

Oder sitze ich auf einem zu hohen Ross?

Das könnte die richtige Antwort sein. Der Feminismus hat ja die Frauen angeblich befreit, ihnen die Würde und ihr Selbstwertgefühl "zurückgegeben". Wirklich? Gewissen Individuen, die eigentlich Männer in Frauenleibern sind, irgendwie schon. Der große Rest wurde verführt und instrumentalisiert, im Kalkül, mithilfe eines aufgewiegelten Feminats "das Patriarchat" zu zerschlagen. Doch das unangenehme Ergebnis ist ein grundsätzliches männliches Mißtrauen, ja ein sehr gesundes männliches Risiko-Bewußtsein. Man fragt sich: Frauen auf der Sprache ansprechen - um nachher als Belästiger beschuldigt und verhöhnt zu werden?

Mädchen, ihr müßt jetzt reparieren, was eure großen Schwestern zerstört haben. Ihr müßt, wenn ihr geliebt werden wollt, auf die Männer zugehen und sie überzeugen, daß ihr sie nicht als Zeugungsmaschinen und Zahlväter mißbraucht. Und auch nicht die anderen Gesetze zu eurem Vorteil ausnutzen werdet, die Männer auf Abstand halten: das Gewaltschutzgesetz, das Gesetz zur Vergewaltigung in der Ehe, alles angeblich zu eurem Schutz, in Wirklichkeit in einem ganz anderen, menschenfeindlichen Interesse. Die sexuelle "Selbstbestimmung", die ihr wolltet, habt ihr gekriegt. Oder wolltet ihr etwas Anderes? Habt ihr jetzt erkannt, daß "sexuelle Selbstbestimmung" soviel wie sexuelle Selbst-Isolation bedeutet?

Viel Glück, ehrlich, aus dem Herzen gesprochen!

trel

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