Unnötig, die feministische Ideologie täglich zu widerlegen , und trotzdem...

T.R.E.Lentze, Mittwoch, 28. September 2016, 23:36 (vor 361 Tagen) @ Der/Anarchist

In meinen Augen ist es unsinnig, wenn man sich zu lange damit beschäftigt, ständig aufzuzeigen, dass die (Schein)Argumentationen der selbst ernannten Eliten falsch sind.

Ja, diesen resignativen Gedanken habe ich hier schon seit Jahren immer wieder mal geäußert: Es bringt nichts, die Absurdität des Feminismus und Genderismus täglich aufs Neue darzulegen. Es gibt zuviele Leute in unserer Gynokratie, die selbst nicht an die feministischen und genderistischen Theoreme glauben, aber von deren politischer Durchsetzung profitieren. Es mag ähnlich sein wie mit den Leuten von der Asylindustrie, die von den Fremden persönlich nichts halten, aber von ihnen - genauer gesagt, von Frau Merkels Willkommens-Politik - profitieren. Wenn man ihnen erklärt, daß die meisten Fremden uns mangels Qualifikation eher belasten als bereichern, winken sie nur lachend ab. Sie wissen es ja selbst nur zu gut. Hauptsache, der Staat (das sind wir alle) bezahlt sie.

Warum also lege ich trotzdem noch meine Gedanken dar? Ich tue es, um es Leuten wie Herrn Brautmeier von der Landesmedienanstalt schwer zu machen, mich als bloßen Hetzer oder Vereinfacher zu verleumden. Und um zu beweisen, daß ich noch nicht moralisch eingeknickt bin. Andere würden von einem Kampf reden. Mir gefällt die Kennzeichnung "Kämpfer" nicht. Ich möchte lediglich aufrecht bleiben - das ist mein Anspruch an mich selbst.

Es gibt keine Gleichheit. Es gibt auch keine Gleichwertigkeit, da der Wert des Menschen an seine Fähigkeiten und individuellen Besonderheiten geknüpft ist. NUR Mensch zu sein, ist weder ein Recht noch ein Argument. Und die Gleichberechtigung mag, wenn, nur vor dem Gesetz funktionieren. Aber selbst dort entscheiden andere Maßstäbe.

Ja leider: selbst vor dem Gesetz entscheiden andere Maßstäbe. Das sieht man an dem Zusatz in Art 3,2 GG, der lautet:

Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Was ist die tatsächliche Durchsetzung anstelle der bloßen Durchsetzung? Und was sind die "bestehenden Nachteile"? Man variiere den Satz einmal in folgender Art:

Folter findet nicht statt. Der Staat fördert die tatsächliche Abschaffung der Folter und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Da würde man den Hintersinn sofort heraushören: Folter findet sehr wohl statt. An der Abschaffung wird zwar gearbeitet, aber nur an der tatsächlichen, das soll heißen an der Unterbezahlung von Staatsbeamten. Der Staat hat zu wenig Macht; dies ist die tatsächliche Folter, und die soll beseitigt werden.

Gleichberechtigung meint in Art. 3,2 also den Willen zur Inversion und Kompensation: Ersatz des vermeintlichen Patriarchats durch ein Matriarchat. Ersatz der natürlichen Ungleichheit durch eine künstliche, nicht lebensfähige.

Und niemand der Feministen, Politiker, Journalisten etc. würde mir widersprechen. Nur müssen sie ja in der Öffentlichkeit den moralisch Überlegenden spielen, um diejenigen, die man verachtet, von der höheren Warte aus zu "erziehen".

Diese Erziehungs-Tyrannei, dieser Moral-Imperialismus ist prägend für die gegenwärtige deutsche Regierung. Hinter dem Schuldkult-Theater steckt der Anspruch, die ganze Welt moralisch zu belehren. Demut und Hochmut sind hier eng verflochten.

trel

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