Nicht eine neue Moral, sondern Evolution ist das Thema der christlichen Erneuerung.

T.R.E.Lentze, Freitag, 08. Juli 2016, 13:09 (vor 444 Tagen) @ WdF

Wenn die Menschen ehrlich sind, dann müssen sie erkennen, dass sie schuldig geworden sind, und in „unvollkommenen“ Umständen leben

Das ist ein Satz, der den Nichtchristen regelmäßig nicht zu vermitteln ist. Es kommen dann Antworten wie:

Das Problem ist hier der Akzent auf das moralische Element. Doch Moral hat es immer gegeben, lange vor und außerhalb des Christentums. Es gab und gibt sehr moralische, sehr verantwortungsbewußte Nichtchristen, sogar hoch moralische Atheisten. Das Christentum besteht nicht in einer neuen Morallehre.

Schuldig sein kann aber auch heißen: einen zu leistenden Entwicklungsschritt (noch) nicht gemacht zu haben, im Rückstand sein. Das geschieht durch Stillstand. Im Rückstand besteht die Schuld des Nichtchristen, und diese Schuld wird immer größer, allein dadurch, daß man nichts tut. Irgendwann ist das Ziel nicht mehr zu schaffen. Ein Teil der Menschheit ist dann "abgehängt".

Das ist der tiefere Wortsinn von "Hölle". Die Hölle ist kein Ort der Bestrafung, und sie ist - vor Allem - nicht von Gott geschaffen. Gott will keine Hölle, und er will, wie ein anständiger Vater, auch keine leidenden Menschen. Übrigens bestreite ich, daß man in der Hölle, lebt man einmal in ihr, unbedingt leidet. Man arrangiert sich darin, so wie die Tiere sich mit ihrer Hölle - dem evolutiven Stillstand - arrangiert haben. Hölle ist nichts Anderes als definitiver evolutiver Stillstand. Tiere passen sich an, aber sie evoluieren nicht (mehr).

Die Neugeburt in Christo (Christo: Ablativform von Christus) ist die Geburt eines Neuen Menschen. Grundsätzlich alle Sozialisten, darunter auch die Feministen, such(t)en den Neuen Menschen zu schaffen - allerdings ohne Christus. Und das geht nicht.

Dieser Neue Mensch, einmal geboren, ist unsterblich. Der Tod ist nämlich die Folge der sogenannten Erbsünde, also eines Erbschadens. Der Tod ist nichts Natürliches!

Daher sind auch die Tiere, wie der Biologe sie kennt, keine natürlichen Wesen. Die Biologie befaßt sich nicht mit dem Leben, sondern mit einer Krankheit, die individuell, wenn auch nicht gattungsmäßig immer zum Tode führt. Und es ist der Mensch als Krone der Schöpfung, der diesen Tod in die Natur hineingetragen hat. Allein die domestizierten Tiere, die sogenannten Haustiere, haben durch den christlichen Menschen die Chance einer Mit-Auferstehung. Sie allein sind natürliche Tiere!

Und wiederum sind es die bekennenden "Tierschützer", die der Heilung des Tieres entgegenarbeiten. Denn so wie niemand als durch Christus zum Vater kommt, so kommt kein Tier außer durch den christlichen Menschen zur Auferstehung. Wobei ich zugeben muß, daß hier viele Fragen offen sind.

Ich empfehle diesbezüglich, die Bücher von C.S.Lewis zu lesen, vor Allem: "Pardon, ich bin Christ." Die Lektüre macht keine große Mühe. Ich verstehe nicht so ganz, warum Atheisten, die sich, wie in diesem Thread, immerhin zu diesem Thema äußern, diese Chance nicht ergreifen. Es geht um Leben und Tod; gibt es ein wichtigeres Thema?

Grüße
trel

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