Denkfehler?

Der/Anarchist, Sonntag, 03. Juli 2016, 03:42 (vor 504 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Die "Evolution" ist kein Wesen. Folglich besitzt sie keinen Machtwillen. Die Evolution ist eine Entwicklung von verschiedenen Lebensformen, die, wenn sie sich der Umgebung anpassen, eine hohe Überlebenschance haben. Mehr nicht.

Der Unterschied besteht in den verschiedenen Arten. Und der Mensch ist diejenige Art, die sich von allen anderen Arten sehr stark unterscheidet. Ich will nicht sagen, dass der Mensch sich am besten an die Umwelt angepasst hat, dafür ist die Menschheit noch zu jung. Aber der Mensch hat eine Art "Sonderstellung", was seine Intelligenz beweist. Aber seine Sonderstellung verunsichert ihn zugleich, weil der Mensch, im Gegensatz zu den anderen Arten, keinen vorgefertigten "Plan" in sich trägt, der ihm zeigt, was er auf der Erde zu tun hat. Natürlich hat auch der Mensch die primitiven Ziele wie die anderen Arten auch: Nahrungsaufnahme, Reproduktion, Arterhaltung. Aber er besitzt mehr als nur das. Und eben dieses MEHR führt zu diesen selbstzerstörerischen Tendenzen, die wir auch in unserer Zeit beobachten können.

Ich denke, dass darin das Problem liegt. Nenne Du es Machtwille. Aber dieser Machtwille ist in dieser radikalen Form nur im Menschen. In anderen Arten gibt es zwar ähnliche Machtkämpfe, die aber nie so destruktiv enden.

Denn auch der Glaube hat zur Vernichtung von Menschen geführt. Nur wenige Gläubige waren friedlich und sahen im Glauben ihr Seelenheil. Eine Lösung für die Menschheit sehe ich derzeit nicht. Denn die Evolution ist nur eine Entwicklung, keine Gottheit. Deshalb liegt die Lösung, wenn, im Menschen selbst.


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