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Mein (Jahres-?) Schlußwort

admin ⌂ @, Montag, 22. Dezember 2014, 17:41 (vor 1548 Tagen) @ admin

Meine Herren!

Die Auffassung, die ich vertrete, die ich gerade in diesem Forum immer wieder vorgetragen habe und die sie in der gesamten deutschsprachigen Männerbewegung m.W. einzigartig macht, läßt sich in folgende Worte fassen:

Männer sind Menschen im eigentlichen Wortsinne. Weiber nehmen am Menschsein zwar teil, aber sie repräsentieren den Menschen nicht.

Man kann das vergröbert auch so ausdrücken: Weiber sind Menschen zweiter Klasse. - Oder: Weiber sind minderwertige Menschen. Nur sollte man die Ausrücke "zweiter Klasse" bzw. "minderwertig" in diesem Zusammenhang auch definieren, sonst hat man mit Nachfragen, im Extremfalle mit Angriffen zu rechnen. Zur Rechtfertigung heißt es dann, man habe sich "mißverständlich" ausgedrückt. Der Wille oder die Fähigkeit, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, ist leider noch nicht allgemein verbreitet. In der politischen Klasse ist Mündigkeit des Bürgers auch gar nicht erwünscht.

Halten wir uns also an die fett gedruckte These. Wer sie heute bewußt (!) vertritt, knüpft sie an mindestens eine von nachfolgend genannten Voraussetzungen:

(a) Das biblische Weltbild. So etwa, unübertroffen konsequent, der Theologe Georg Huntemann (1929-2014), aus dessen Schriften ich in meinem Artikel Klassenfeind Gott. Warum die Männerbewegung keine Erfolge vorweisen. (2-7-2012) einige bezeichnende Passagen zitiert habe.

(b) Das anthroposophische Weltbild. Es enthält als eines seiner wichtigsten Elemente die Idee der Re-inkarnation, also der Wiederverkörperung. Demnach ist der physische Mensch nur temporäre Erscheinung einer unsterblichen menschlichen Individualität. Man trifft diese Individualität nicht, indem man ihr ein Geschlecht beilegt, denn das Geschlecht wechselt von Verkörperung zu Verkörperung. Es wird, wie auch die Rasse, gewählt, aber nicht nach, sondern vor der Geburt. Näheres siehe meinen Artikel Sind Weiber Menschen? im Reserveforum.

Man kann die Minderwertigkeit des Weibes auch allein durch eine genaue Beschreibung von Fakten zu begründen versuchen, so wie es im Blog Frauenhaus - von Frauen für Frauen geschieht. Aus meiner Sicht hat das den Nachteil, daß das Auswahlkriterium der Fakten infrage gestellt werden kann, was wiederum den Vorwurf der Einseitigkeit (wenn nicht Schlimmerem) begünstigt.

Mein persönlicher Akzent liegt aber klar auf dem anthroposophischen Weltbild, von dem ich meine, daß es in Zukunft Allgemeingültigkeit erlangen wird. Das biblische Weltbild hingegen ist im Abdämmern begriffen. Es leuchtet nicht mehr so unmittelbar ein, wie dies noch bis zur Zeit der "Aufklärung" der Fall gewesen ist. Es beruhte auf Autorität und natürlicher Intuition; dagegen beruht Anthroposophie auf zukünftigen Erkenntnisfähigkeiten, zu deren Ausbildung aber die eigene Bemühung nötig ist. Leider sind dazu nicht allzu viele Menschen bereit.

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Der Vollständigkeit halber muß ich eine Zwischenform erwähnen, die unter o.g. Voraussetzungen eine ideologische Entgleisung darstellt. Ich meine den Genderismus. Hier kommt bereits die Ahnung zum Durchbruch, daß der Mensch in seiner geschlechtlichen Ausprägung nicht durch seinen Körper definiert ist. Was noch fehlt, ist die Erkenntnis der überphysischen unsterblichen Individualität. In der Folge wird die Wahl des Geschlechts in die Willkür des bereits verkörperten Menschen gelegt, was zu grotesken Verzerrungen des Menschenbildes führt.

Es kommt dann notwendig zu tiefsitzenden, unauflösbaren Widersprüchen. Der Hauptwiderspruch besteht darin, daß einerseits die geschlechtliche Ausprägung konstruiert sein soll, anderseits dieselbe, etwa im Falle der Homosexualität, dermaßen verabsolutiert erscheint, daß sie in den Rang einer politischen Größe erhoben wird. Was wiederum die Schaffung von Krankheits-, Ausgrenzungs- und impliziten Straftatbeständen ("Homophobie") nach sich zieht.

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Grundsätzlich läßt sich also die Geschlechterfrage drei grundlegenden Positionen zuordnen:

(a) Das biblische Weltbild. Ist im Abdämmern, wird aber z.Z. noch nicht dem Straftatbestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB) zugewiesen. Mir ist es sympathisch, doch verspreche ich mir aus ihm allein keinen Erkenntnisgewinn.

(b) Das genderistische Weltbild. Bildet eine Teilwahrheit ab, die dadurch, daß sie einem falschen Kontext zugewiesen wird, zu einer grotesken Verzerrungen der Wirklichkeit führt und damit eine ernstzunehmende Gefahr darstellt.

(c) Das anthroposophische Weltbild. Nimmt Einsichten vorweg, die absehbar zum Allgemeingut bestimmt sind. Erfordert zur Zeit aber erhebliche eigene Erkenntnisbemühungen. Seinen Verächtern sieht man meistens an, daß sie sich nicht einmal dem nötigen Grundlagenstudium hingegeben haben, welches Voraussetzung zur Entwicklung neuer Erkenntnisfähigkeiten ist.

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Ich bin der Meinung, daß während der Zeit der sogenannten Heiligen zwölf Nächte, also von Heiligabend (24. Dezember) bis Epiphanias (6. Januar), Stille herrschen sollte, auch in diesem Forum. Ohnehin handelt es sich ja, wie bereits früher gesagt, um ein Forum, von dem ich mir wünschte, daß es - in dieser Form jedenfalls - nicht nötig wäre.

Ich hoffe somit auf Ihr Verständnis, wenn ich Ihnen mitteile, daß ab sofort bis zum 6. Januar - vielleicht auch endgültig - keine Einträge mehr möglich sind. Alle Registrierungen wurden gelöscht. Für Mitteilungen steht Ihnen zunächst noch das Reserveforum zur Verfügung.

Was ich Ihnen allen während dieser Zeit wünsche: wirkliche Besinnung. Ich will nicht sagen "Selbstbesinnung", denn das könnte als Kritik aufgefaßt werden.

Ich meinerseits empfinde die Zeiten des notwendigen Rückzuges meistens als wohltuend. In meiner Erinnerung ersteht das Bild meines 50. Geburtstages. Das war in Afrika. Meine Frau hatte vergessen, daran zu denken, gratulierte mir also nicht. Ich war ein bißchen betrübt und beschloß spontan, auf mein Grundstück zu fahren, bevor ich mich der Versuchung hingeben würde, auf die Gratulationen anderer Menschen zu warten.

Dieses Grundstück ist fast ein Hektar groß, hügelig, auf einem Hang gelegen, unten von einem Bach begrenzt; es ist bewachsen mit übermannshohen Gräsern und vereinzelten Bäumen, überhaupt abwechslungsreich gestaltet. Ich konnte darin ungesehen spazierengehen, mich verstecken. Schlangen gab es, auch giftige, aber sie taten mir nichts; Chamäleons, Libellen. Es war "meine Welt". Dort also habe ich den ganzen Tag verbracht, natürlich versorgt mit Essen und Getränken.

Solche Rückzugsgebiete kann man mit bescheidenen Mitteln hier nicht kaufen, aber man kann sie sich in anderer Weise einrichten. Oder mit dem Fahrrad in noch nicht erkundete Gebiete fahren.

In diesem Sinne: viel Besinnung!

admin

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Würde das bloß Weibliche wirken, so würde die Individualität der Menschen ausgelöscht werden, die Menschen würden alle gleich werden. [...] Individualisierung geschieht durch die Einwirkung des männlichen Geschlechts auf das weibliche. (Rudolf Steiner)


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