Sexistische Bücher:

Orestes wird verfolgt durch die Erinyen
Ist dieses Portal sexistisch oder anti-sexistisch?

"Das höchststehende Weib steht noch unendlich tief unter dem tiefststehenden Manne." So stand es einmal unter dem Forum-Titel. Ein Leser sprach mich telefonisch darauf an und fragte: "Wie habe ich das zu verstehen?"

Ich antwortete: "Denken Sie dabei doch an das Verhältnis von Mensch und Tier."

Er: "Ach so, Sie wollen Frauen mit Tieren vergleichen?"

"Nach geläufiger wissenschaftlicher Lehrmeinung sind Menschen Tiere. Sie fallen nämlich unter den Begriff der Anthropoiden. Allerdings teile ich diese Meinung nicht. Für mich steht das höchststehende Tier noch unendlich tief unter dem tiefststehenden Menschen. Und wie sehen Sie das?"

Er antwortete nicht direkt, sondern fragte: "Sind denn Frauen Ihrer Meinung nach Menschen?"

"Ja, zweifellos."

"Aber nicht so besonders hochstehend, oder?"

"Im Vergleich zu Tieren schon, im Vergleich zu Männern nicht. Ich differenziere sehr stark. Sie nicht?"

"Für mich stehen Männer und Frauen auf gleicher Augenhöhe, geistig jedenfalls."

"Und beide mit Tieren auch?"

Ich vernahm ein resigniertes Zungenschnalzen. Nach einer kurzen Pause klickte es in der Leitung, die Verbindung war unterbrochen. Mein Gegenüber muß vor einem argumentativen Dilemma gestanden haben. Anscheinend vertrat er, wie die meisten Menschen heute, die besagte wissenschaftliche Lehrmeinung, daß es keinen qualitativen oder hierarchischen Unterschied zwischen Mensch und Tier gebe - zumindest wenn es um Männer geht. Was Frauen betrifft, so sah er es wohl anders.

Das aber führt zu einem unauflöslichen Widerspruch mit der ersten These. Er hätte zugeben müssen, daß in seinem Wertesystem Frauen hierarchisch über den Männern stehen.


"Weiberplage", das klingt verächtlich, und so war es früher einmal auch gemeint. Allerdings ist aus dieser Verachtung keine mehr als individuelle Weltanschauung geworden.

Das Wort "Männerplage" ist hingegen zwar ungebräuchlich. Die verächtliche Haltung jedoch, die darin zum Ausdruck käme, ist nicht nur salonfähig, sondern sie ist zum festen Bestandteil unseres gegenwärtigen Weltbildes geworden; ja, sie hat in die Gesetzgebung und Rechtssprechung Eingang gefunden.

Bleiben wir zunächst bei der Salonfähigkeit. In seinem "Männerhassbuch", veröffentlicht u.a. als html-Datei (Stand: 26.12.2008), führt Christoph Altrogge eine - angeblich unvollständige - Liste zahlreicher Titel auf, die seit 1990 auf dem Markt gewesen sein sollen (siehe Balken links).

Nun könnte man ja sagen, das sei Unterhaltungsliteratur und alles nicht so ernstgemeint. Dann schauen Sie aber einmal in den "Sexistinnen-Pranger" von T.R.E.Lentze und lesen Sie, was einige dieser z.T. hoch dekorierten Frauen ganz ernsthaft mit uns vorhaben!

Der männerhassende Sexismus beschränkt sich aber keineswegs auf Literatur; vielmehr ist er rechtspraktisch und politisch geworden. Der zuletzt genannte Autor spricht daher von "Gynokratie". Bekanntestes Beispiel ist die gesetzlich verankerte Ohnmacht der Väter in Sorgerechts- und Unterhaltsstreitigkeiten. Weniger bekannt, weil bisher noch nicht allen Männern fühlbar geworden, ist das Gewaltschutzgesetz als ein Instrument der Willkür, das praktisch allein Frauen zur Verfügung steht. Die beunruhigendste Neuerung, nämlich die Möglichkeit, Männer mit Hilfe des unbewiesenen Vorwurfs der sexuellen Vergewaltigung zu vernichten, ist das eigentliche Thema dieses Netzportals.

Ist also eine Initiative, welche unter dem herausfordernden Titel "Weiberplage" firmiert, ebenfalls Sexismus, nur unter gegenteiligem Vorzeichen? Nein, denn was hier zur Veröffentlichung kommt, dient nur zur Aufklärung und zur Diskussion von Abwehrmaßnahmen. Sobald der ursprüngliche, d.h. der männerhassende Sexismus beseitigt ist, wird auch diese Initiative ausgedient haben.

Die Zielsetzung dieses Portals ist damit anti-sexistisch!